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Verkehrsverbund Rhein Ruhr: Preise steigen um mehr als fünf Prozent

VON KLAUS PETER KÜHN - zuletzt aktualisiert: 12.12.2007 - 07:16

Düsseldorf (RP). Die nächste Preisrunde im Nahverkehr soll dem Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) 30 Millionen Euro Mehreinnahmen bringen, dreimal soviel wie eine normale Preiserhöhung. Zum 1.August 2008 steigen die VRR-Fahrpreise im Schnitt um rund 5,5 Prozent.

Dies ist eine Folge der neuen Tarifstruktur, die der Verwaltungsrat und die Verbandsversammlung des VRR heute beschließen wollen. Die Reform bringt für viele Fahrgäste einschneidende Änderungen. Neu eingeführt wird eine vierte Preisstufe „D“ für längere Strecken im VRR. Dies betrifft etwa fünf Prozent aller Kunden. Der Einzelfahrschein „D“ soll zwischen zehn und elf Euro kosten. Die derzeit höchste Stufe C (9,10 Euro) gilt künftig nur noch für mittelgroße Distanzen, der Preis wird knapp unter neun Euro sinken.

In den Stufen A und B steigen zwar die Preise (der billigste Einzelfahrschein verteuert sich von 2,10 auf 2,20 Euro), am System ändert sich aber wenig. Mit einer Ausnahme: Zeitkarten Stufe A sind künftig in Großstädten teurer als in ländlichen Regionen. Der Unterschied beträgt zunächst zwei bis drei Prozent. Langfristig soll er wachsen - als Aufschlag für das dichtere Netz von Bussen und Bahnen in Ballungsräumen.

Die Preiserhöhung bei SchokoTickets wird um fünf Prozent, die für Bären-Tickets deutlich über dem Durchschnittswert liegen. Mit den 30 Millionen Mehreinnahmen schließt der VRR die Finanzierungslücke, die wegfallende Rabatte der Deutschen Bahn und Kürzungen von Subventionen in die Kasse reißen.

Lothar Beine, Tarif-Experte der SPD in der Verbandsversammlung, kritisiert, dass NRW die vom Bund als Ausgleich bereitgestellten Gelder - etwa aus der Mehrwertsteuererhöhung - nicht an die Verkehrsverbünde weiterreicht. Der Fahrgastverband Pro Bahn hält die Erhöhung für „verträglich“. Es sei besser, jene zu belasten, die derzeit sehr günstig fahren, als Fahrten zu streichen.


 
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