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Bezahl-Sender in der Krise: Premiere rutscht in die roten Zahlen

zuletzt aktualisiert: 03.10.2008 - 13:52

München (RPO). Der Bezahl-Sender Premiere rechnet im laufenden Jahr mit einem hohen Verlust. Man erwarte für das Gesamtjahr 2008 einen Verlust beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 40 bis 70 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Überraschendes gab es auch von der Abo-Front.

Für den Pay-TV-Sender Premiere wird 2008 ein schweres Jahr.  Foto: ddp, ddp
Für den Pay-TV-Sender Premiere wird 2008 ein schweres Jahr. Foto: ddp, ddp

Der Pay-TV-Sender Premiere hat, nachdem Medien-Mogul Rupert Murdoch das Heft in die Hand genommen hat, erstmals Abonnentenzahlen veröffentlicht, die der internationalen Zählweise angepasst und nicht schöngerechnet sind. Demnach verfügt der Sender laut eigener Pressemitteilung derzeit über 2,411 Millionen direkter Abonnenten, von denen jeder im Schnitt 24 Euro pro Monat für die diversen Programme ausgibt.

Für das laufende Jahr erwartet Premiere einen Verlust aus dem operativen Geschäft vor Zinsen (Belastung), Steuern (Rückzahlung), Abschreibung (positiver Effekt) und Amortisation von Investitionen (positiver Effekt) in Höhe von 40 bis 70 Millionen Euro. Die Bandbreite erklärt sich aus der Ungewissheit, ob Rechte an der WM 2010 noch an Free-TV-Sender verkauft werden können oder nicht, was einmalig die Kasse aufbessern würde.

Alexander Teschner, Finanzvorstand der Premiere AG, hat sein Amt mit Zustimmung des Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt Mark Williams, Vorstandsvorsitzender der Premiere AG, die Verantwortung für das Finanzressort.

Insgesamt hat Premiere 940.000 bisherige Abonnenten als Kartei-Leichen aus der Statistik entfernt, weil sie faktisch nichts zahlten.

Quelle: ap

 
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