"Capital": Um bis zu 20 Prozent: Private Rentenversicherungen werden offenbar teurer
zuletzt aktualisiert: 26.05.2004 - 15:27Köln (rpo). Weil die Deutschen immer älter werden, wird jetzt offenbar die private Altersvorsorge teurer - Neuverträge mit garantierten Rentenzahlungen sogar um bis zu 20 Prozent. Das meldet das Wirtschaftsmagazin "Capital".
Die Branche müsse außerdem insgesamt rund 13 Milliarden Euro für laufende Policen nachfinanzieren, heißt es in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Bericht.
Bisher kalkulieren die Lebensversicherer ihren Finanzbedarf den Angaben zufolge nach den Sterbetafeln von 1994, die die statistischen Lebenserwartungen von Männern und Frauen prognostizieren.
Mitte des Jahres wolle die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV), in der die Versicherungsmathematiker organisiert sind, neue Sterbetafeln vorstellen, die von 2005 an gelten sollen.
Damit wird sich dem Bericht zufolge ein garantierter Rentenbetrag für Männer um 15 bis 20 Prozent verteuern. Für Frauen und bei Sofortrenten werde der Preisanstieg etwas moderater ausfallen.
"Es ist nicht auszuschließen, dass die Gewinnbeteiligung für Kunden 2005 gesenkt werden muss", sagte DAV-Chef Kurt Wolfsdorf dem Magazin.
Bereits für 2004 hatten die Versicherungsgesellschaften bei Neuverträgen die Gewinnbeteiligung ihrer Kunden gesenkt, nachdem der gesetzlich vorgeschriebene Garantiezins auf 2,75 Prozent gekürzt worden war.
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