kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Hauptversammlung in München: ProSiebenSat.1 will 60 Millionen einsparen

zuletzt aktualisiert: 13.05.2005 - 10:00

München (rpo). Deutschlands größter TV-Konzern ProSiebenSat.1 hat im ersten Quartal 2005 mehr Geld eingespielt. Der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,3 Prozent auf 28,7 Millionen Euro, berichtete das Unternehmen vor der Hauptversammlung am Freitag in München.

ProSiebenSat.1 rüstet sich nach einer überraschenden Umsatzdelle im Startquartal 2005 für die nächste Werbeflaute. 60 Millionen Euro zusätzlich will Vorstandschef Guillaume de Posch im laufenden Jahr einsparen, um den erwarteten Rückgang von 2 Prozent im Werbemarkt aufzufangen. So werde der Konzern Umsatz und Ergebnis steigern, sagte de Posch am Freitag vor der Hauptversammlung in München. Spekulationen über einen Ausstieg von Haupteigner Haim Saban wollte er nicht kommentieren.

Von Januar bis Ende März ging der Umsatz um gut 1 Prozent auf 430 Millionen Euro zurück. Durch Kostensenkungen und Erlöse außerhalb des Werbemarkts spielte ProSiebenSat.1 dennoch mehr Gewinn ein; unterm Strich kletterte das Ergebnis um 14 Prozent auf fast 29 Millionen Euro. Aktionärsvertreter stellten sich nach dem schwächer als erwartet ausgefallenen Startquartal auf ein schwieriges Jahr ein. "Mir schwant nichts Gutes", sagte Klaus Schneider, der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger.

Wie de Posch weiter sagte, soll die Senderfamilie beim Programm sparen und vor allem im Sommer mehr Wiederholungen von Filmen und Serien zeigen. Außerdem will der Vorstandschef mehr Geld außerhalb des Werbemarktes verdienen. Der Umsatzanteil werde von zuletzt 7 Prozent auf über 10 Prozent im Jahr 2005 und rund 15 Prozent bis 2007 anwachsen. Die komplette Übernahme der Medienfirma Euvia mit dem Ratesender 9 Live und dem Reisekanal Sonnenklar TV habe sich bereits positiv ausgewirkt. Weitere Zukäufe würden geprüft, sagte der Vorstandschef. Daneben will ProSiebenSat.1 ins Bezahlfernsehen einsteigen und voraussichtlich zum Jahresende Comedy- oder Serienkanäle starten.

Im Startquartal 2005 schrieben alle vier Kanäle - ProSieben, Sat.1, Kabel 1 und N24 - vor Steuern schwarze Zahlen. Der Zuschauermarktanteil der Senderfamilie lag innerhalb der werbewichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen bei 30 Prozent. Die Vorsteuerergebnisse brachen bei ProSieben und Sat.1 um 26 beziehungsweise 18 Prozent ein. Kabel 1 und der Nachrichtenkanal N24 legten dagegen deutlich zu.

De Posch sieht Saban als langfristigen Investor

Zu den Spekulationen, dass der US-Unternehmer Saban demnächst als Haupteigner aussteigen und der Axel-Springer-Verlag seine 12-Prozent-Anteil aufstocken will, sagte de Posch lediglich: "Haim Saban und Axel Springer sind langfristige Gesellschafter." Über die Pläne der weiteren Investoren habe er keine Informationen.

Saban hatte im August 2003 gemeinsam mit weiteren Investoren die Mehrheit bei Deutschlands größtem TV-Konzern übernommen. "Saban ist sicherlich mehr ein strategischer Investor als andere", sagte Finanzvorstand Lothar Lanz und fügte hinzu, die anderen Investoren "werden sicher irgendwann mal wieder verkaufen". Als Kaufinteressenten gelten der US-Mischkonzern General Electric und der Abo-Sender Premiere.

Daniela Bergdolt von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz sagte: "Es wird spannend bleiben." Sie ging davon aus, "dass Herr Saban seine Anteile nicht auf ewig halten wird". Mathias Döpfner, Vorstandschef von Springer und Aufsichtsrat bei ProSiebenSat.1, lehnte eine Stellungnahme zu den Plänen seines Verlags ab. Döpfner leitete die Versammlung an Stelle von Aufsichtsratschef Saban, der kein Deutsch spricht. Der US-Medienunternehmer wandte sich nicht selbst an die rund 250 Aktionäre, verteilte aber Autogramme.

Quelle: afp

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Schuldenkrise macht Europäer ärmer

Mehr Millionäre in Schwellenländern

Schuldenkrise macht Europäer ärmer

Die Schuldenkrise fordert ihren Tribut: Das Privatvermögen in Westeuropa schrumpfte 2011 um 0,4 Prozent auf 25,5 Billionen Euro. mehr 

Forscher entdecken riesiges Manganfeld in Tiefsee

Deutsches Lizenzgebiet im Pazifik

Forscher entdecken riesiges Manganfeld

Meeresforscher haben im deutschen Lizenzgebiet des Pazifik ein großes Vorkommen an Manganknollen entdeckt. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Mehr Millionäre in Schwellenländern

Schuldenkrise macht Europäer ärmer

Deutsches Lizenzgebiet im Pazifik

Forscher entdecken riesiges Manganfeld

Auch am Donnerstag im Minus

Dax verliert im Mai über sieben Prozent

Ratingagentur senkt den Daumen

Fitch stuft acht spanische Regionen herab

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
237 Abgeordnete haben sich für 16. Wahlperiode eingefunden

237 Abgeordnete

NRW-Landtag konstituiert sich neu

In Nordrhein-Westfalen ist der neue Landtag zu seiner ersten Sitzung nach der Wahl zusammengekommen. mehr

 
Die Kombo zeigt einige KandidatInnen für den Parteivorsitz der Partei Die Linke: (oben von links) Katja Kipping, Katharina Schwabedissen und Bernd Riexinger. (unten von links) Dietmar Bartsch, Sabine Zimmermann und Dora Heyenn.

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

Im Machtkampf der Linken hat die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping eine Doppelspitze mit Bernd Riexinger abgelehnt. mehr

 

Letzter DDR-Wirtschaftsminister

Gerhard Pohl tot aufgefunden

 

Minister stellt neues Programm vor

Altmaier grenzt sich von Röttgen ab

 

Nahostreise des Bundespräsidenten

Gauck fordert zu Friedensgesprächen auf

 
 

Klage gegen Bundesregierung

EU will Deutschland zum Wassersparen zwingen

 

Nach Selbstverbrennung in Lhasa

China startet Verhaftungswelle in Tibet

Strom-Rechner

kWh
vergleichen