Schadensersatz für Anleger: Prozess gegen Hypo Real Estate um 200 Millionen Euro
zuletzt aktualisiert: 06.08.2009 - 06:18München (RPO). Mit einer Millionenklage gegen Hypo Real Estate (HRE) befasst sich ab Donnerstag das Münchner Landgericht. Der Kläger fordert von der HRE 200 Millionen Euro Schadenersatz, wie das Gericht mitteilte. Er habe sich von verschiedenen Kapitalanlagefonds, die Aktien der HRE erworben hatten, Ansprüche gegen die HRE abtreten lassen.
Damit bestätigte das Gericht entsprechende Medienberichte aus der vergangenen Woche. Laut "Süddeutscher Zeitung" stehen hinter der Klage eines Juristen aus Nordrhein-Westfalen mehrere Kapitalanlagefonds mit Tausenden Anlegern. Eine Aufstockung der Klage um mehrere hundert Millionen Euro sei möglich.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) verwies seinerzeit im Bayerischen Rundfunk darauf, dass sich die Schadenersatzklage letztlich an die Steuerzahler richte, da die Bank "jetzt überwiegend dem Bund gehört und eines Tages vollständig".
Insgesamt sind beim Landgericht München I den Angaben zufolge derzeit mehr als 50 Klagen von Anlegern gegen die HRE anhängig. Zum Teil würden sie damit begründet, dass die HRE verspätete oder unrichtige Ad-hoc-Mitteilungen herausgegeben habe. Nachdem den Klagen unterschiedliche Sachverhalte zugrunde lägen, könne eine generelle Aussage zu den einzelnen Verfahren derzeit nicht getroffen werden, hieß es. Mit Entscheidungen sei frühestens im Herbst zu rechnen.
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