Solarzellenhersteller: Q-Cells schreibt weiter tiefrote Zahlen
zuletzt aktualisiert: 12.11.2009 - 09:32Düsseldorf (RPO). Der Solarzellenhersteller Q-Cells kommt nicht aus den roten Zahlen und leidet weiter unter einem drastischen Preisverfall. Insgesamt schnitt die Firma im dritten Quartal schlechter ab als von Experten erwartet.
Der Konzern verbuchte im Zeitraum Juli bis September netto einen Verlust von 248,2 Millionen Euro nach einem Gewinn von 74 Millionen vor Jahresfrist, wie Q-Cells am Donnerstag mitteilte.
Experten hatten mit 100 Millionen Euro weniger gerechnet. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel ein Fehlbetrag von 163 (Vorjahr: plus 54) Millionen Euro an, 20 Millionen mehr als von Analysten geschätzt. Wesentliche Aufwendungen für die Restrukturierung seien in die Bilanz aufgenommen worden, hieß es.
Der Umsatz brach um mehr als die Hälfte auf 184,1 (Vorjahr: 352) Millionen Euro ein. Als Grund für das schwache Abschneiden nannte der Vorstand den "drastischen" Preisverfall.
Bis zum Spätherbst des vergangenen Jahres hatte der Konzern aus Bitterfeld in Sachsen-Anhalt noch nichts von der Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. Erst im Dezember 2008 wurden die Geschäftseinbrüche deutlich und Firmenchef Anton Milner schockte die bis dahin erfolgsverwöhnte Branche mit dem Zusammenstreichen seiner Prognosen.
Anfang 2009 rauschte Q-Cells dann tief in die Verlustzone. Preisverfall und Überkapazitäten in Folge des Nachfragerückgangs machen der Firma zu schaffen.
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