Arcandor-Insolvenz: Quelle-Betriebsrat rechnet mit massivem Stellenabbau
zuletzt aktualisiert: 12.08.2009 - 20:28Frankfurt/Main (RPO). Der Betriebsratsvorsitzende von Quelle, Ernst Sindel, rechnet mit tiefen Einschnitten bei der Belegschaft. "Jeder der denkt, die Sanierung von Quelle ginge ohne massiven Abbau von Arbeitsplätzen, ist ein Fantast", sagte Sindel in einem Interview.
Eine Zahl zum Stellenabbau nannte er dem "Tagesspiegel" nicht. Nach einer Vorabmeldung der "Süddeutschen Zeitung" stehen allein im Raum Nürnberg-Fürth 1.500 Arbeitsplätze auf der Kippe.
Eigenständig kann die Primondo-Gruppe mit Quelle und einigen Spezialversendern laut Sindel nicht weitermachen. "Wir brauchen einen Investor zum Überleben", sagte der Betriebsratsvorsitzende laut Vorabmeldung. Bisher sei aber kein Investor gefunden worden. Der vorläufige Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg will die Beschäftigten am Donnerstag informieren.
Der insolvente Handels- und Reisekonzern Arcandor hatte am Mittwoch erklärt, die Unternehmenstöchter, darunter Karstadt und Primondo, sollten einzeln verkauft werden. Am Samstag will Arcandor die Suche nach einem Ankerinvestor für den Gesamtkonzern offiziell einstellen.
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