Versandhändler vorerst gerettet: Quelle erhält staatlichen Rettungskredit
zuletzt aktualisiert: 29.06.2009 - 23:04Berlin (RPO). Gute Nachrichten für den insolventen Versandhändler Quelle: Nach mehr als vierstündiger Verhandlung haben Bund und Länder dem Unternehmen einen Massekredit in Höhe von 50 Millionen Euro zugesagt.
Gemeinsam mit den beteiligten Banken, der vorläufigen Insolvenzverwaltung und Vertretern der Quelle GmbH seien die Voraussetzungen für die Bereitstellung eines Massekredites bis zum 31. Dezember 2009 vereinbart worden, hieß es in einer Erklärung, die der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) nach der Sitzung verlas.
Nach der Genehmigung der Rettungsbeihilfe durch die EU-Kommission, mit der im Verlauf des Dienstags gerechnet werde, könne der Quelle GmbH der erforderliche Kredit genehmigt werden, sagte Fahrenschon.
Die Landesregierungen von Bayern und Sachsen würden am Dienstag entsprechende Kabinettsbeschlüsse herbeiführen und ihre Förderinstitute beauftragen. Das Bundeswirtschafts- und das Bundesfinanzministerium würden parallel die KfW beauftragen.
Der sächsische Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) sagte, auf den Bund entfielen 25 Millionen Euro, auf Bayern 20,5 Millionen und auf Sachsen 4,5 Millionen Euro.
Quelle-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg zeigte sich erleichtert über die Entscheidung, warnte aber: "Wir müssen nicht glauben, dass das ein Selbstgänger ist."
Vor Beginn der Sitzung hatte Jurk von neuen Forderungen im Zusammenhang mit der Gewährung des Kredits gesprochen. "Was ich höre, ist, dass das Geld nach den Vorstellungen Einiger nicht beim Insolvenzverwalter ankommen soll, sondern bei einer Bank, und das lehne ich ab", hatte Jurk erklärt.
Quelle, Tochterunternehmen des insolventen Arcandor-Konzerns, braucht das Darlehen, um den Druck und die Auslieferung des neuen Winterkatalogs zu bezahlen.
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