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Insolventes Tradtionsunternehmen
Quelle-Website wieder in Betrieb

82 Jahre Tradition: Die Geschichte des Versandhaus Quelle
82 Jahre Tradition: Die Geschichte des Versandhaus Quelle FOTO: ddp
Hamburg (RPO). Ein schon totgeglaubtes Traditionsunternehmen kommt offenbar zurück: Der Hamburger Otto-Versand hat einen ersten Schritt zur Wiederbelebung der Marke Quelle unternommen. Seit dieser Woche ist die Internetseite www.quelle.de wieder aktiv, wie ein Otto-Sprecher am Freitag mitteilte.

Otto hatte nach der Quelle-Pleite im vergangenen November die Markenrechte gekauft. Auf der monatelang eingefrorenen Seite stehen nun Links zu Otto-Marken wie Sport-Scheck oder Witt. Außerdem können sich Kunden in eine Mailingliste eintragen und werden informiert, falls Quelle wieder Bestellungen annimmt. "Das ist eine Zwischenlösung", sagte der Sprecher.

Laut Otto-Versand ist die endgültige Entscheidung über die genaue Ausgestaltung der Marke Quelle noch nicht gefallen. "Das ob und wie ist noch offen", sagte Sprecher Thomas Voigt. Bei einer positiven Entscheidung würden die Geschäfte frühestens im Herbst richtig aufgenommen, sagte er. Otto-Vorstandschef Rainer Hillebrand hatte im Januar bereits angekündigt, Otto wolle die Marke Quelle wiederbeleben, aber keine Einzelheiten genannt.

Otto hatte vergangenes Jahr für rund 65 Millionen Euro die Markenrechte an Quelle, der Quelle-Marke Privileg und anderen Quelle-Marken erworben. Außerdem hatte Otto das Russland-Geschäft von Quelle übernommen.

Laut Sprecher Voigt haben die EU-Kartellbehörden dem Geschäft jetzt zugestimmt. Nach der EU-Zustimmung sei die Quelle-Webseite von Otto überarbeitet worden. Auch über die Privileg-Markenrechte kann Otto jetzt frei verfügen. Auch hier ist die Zukunft noch offen, sagte Voigt.

Der Otto-Versand hatte in Deutschland im Jahr der Quelle-Pleite den Umsatz um mehr als 10 Prozent oder 170 Millionen Euro auf knapp unter 2 Milliarden Euro gesteigert.

(apd/felt)
 
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