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Autobauer wollen Kosten senken: Renault und Daimler besprechen Partnerschaft

zuletzt aktualisiert: 17.12.2009 - 15:33

Stuttgart (RPO). Die Autobauer Daimler und Renault loten die Möglichkeit einer Partnerschaft zur Kostensenkung aus. "Wir reden mit verschiedenen Herstellern über Kooperationsmöglichkeiten, darunter auch Renault", sagte ein Daimler-Sprecher.

Der bei dem französischen Rivalen für das Tagesgeschäft zuständige Vorstand Patrick Pelata erklärte, dabei gehe es unter anderem um Motoren, Getriebe und Plattformen. "Wir diskutieren ernsthafte Themen mit Daimler." Die Autobauer wollen über Allianzen ihre Effizienz steigern und so die Auswirkungen der Branchenkrise auf ihre Erträge schmälern.

"Autobauer sprechen derzeit viel miteinander", sagte Pelata. Renault sei zu jedem Thema mit mindestens einem weiteren Hersteller in Kontakt. "Die Hersteller wollen die Kosten für Neuentwicklungen – etwa von Elektroautos – auf mehrere Schultern verteilen."

Die für sparsame Antriebe nötige teuere Technologie gilt als Schlüssel zum Erfolg auf den Automärkten der Zukunft. Nach Einschätzung von Branchenexperten wird Daimler wohl stärker von einer solchen Allianz profitieren als Renault. Das hänge mit der unterschiedlichen Größe der beiden Hersteller zusammen, erklärte Credit-Suisse-Analyst Stuart Pearson. Laut Herstellerverband Acea kommt Daimler in Europa derzeit auf einen Marktanteil von fünf Prozent, Renault auf knapp das Doppelte.

Die Aussichten für die Branche schätzen beide Hersteller als mau ein. Bei Renault werde der Umsatz im ablaufenden Jahr 17 bis 18 Prozent unter dem Niveau von 2007 liegen, sagte Pelata voraus. Der europäische Automarkt werde 2010 insgesamt um etwa zehn Prozent schrumpfen. Daimler will wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise wohl auch im neuen Jahr auf Kurzarbeit zurückgreifen. "Wir werden uns auf der Pkw-Seite entsprechend der Nachfrage aufstellen. Das kann heißen, dass wir im nächsten Jahr auch Kurzarbeit einsetzen", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche in Berlin. Es sei "eine durchaus wahrscheinliche Situation, schon im ersten Quartal Kurzarbeit zu haben."

Zuletzt waren bei Daimler 27.000 Beschäftigte in Kurzarbeit. Das Management hatte die Belegschaft unlängst auf einen anhaltenden Sparkurs eingestimmt, da es weiterhin schwache Fahrzeugmärkte erwartet. Die Pkw-Sparte von Daimler hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Verlust vor Steuern und Zinsen von rund 1,1 Milliarden Euro eingefahren, der Umsatz lag mit knapp 30 Milliarden Euro fast 20 Prozent unter dem Vorjahr.

Quelle: RTR/spo

 
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