Rüstungs- und Autotechnikkonzern: Rheinmetall verdient erwartungsgemäß weniger
zuletzt aktualisiert: 08.08.2005 - 10:07Düsseldorf (rpo). Im ersten Halbjahr hat der Düsseldorfer Rüstungs- und Autotechnikkonzern Rheinmetall erwartungsgemäß weniger verdient und umgesetzt als im Vorjahr. Das Nettoergebnis verringerte sich von Januar bis Juni von 38 Millionen auf 31 Millionen Euro, wie das im MDAX notierte Unternehmen am Montag mitteilte.
Analysten hatten mit durchschnittlich 32 Millionen Euro etwas mehr erwartet. Im Vorjahr hatte Rheinmetall im Zuge des Konzernumbaus Unternehmensteile verkauft und den Rückkauf einer Unternehmensanleihe gestartet.
Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern fiel jetzt den Angaben zufolge von 89 Millionen Euro auf 72 Millionen Euro und damit ebenfalls stärker als erwartet. Da hatten Marktbeobachter einen durchschnittlichen Rückgang auf 75 Millionen Euro erwartet. Bereinigt um außerordentliche Erträge und Aufwendungen verbesserte sich die operative Ertragskraft von Rheinmetall allerdings von 77 Millionen Euro auf 83 Millionen Euro.
Der Umsatz habe sich leicht von 1,621 Milliarden auf 1,617 Milliarden Euro verringert, gab das Unternehmen weiter bekannt. Die Vorjahresverkäufe nicht eingerechnet hätten die Erlöse jedoch um 79 Millionen Euro zugelegt. Auch die Auftragseingänge seien deutlich gewachsen.
Auf dieser Basis bekräftigte der Konzern mit rund 18 300 Beschäftigten seine Prognosen. "Angesichts des positiven Umsatztrends und der starken Verbesserungen beim Auftragseingang sind wir für das Gesamtjahr weiter zuversichtlich", sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus Eberhardt. Danach soll im Bereich Automobil beim Ergebnis das Vorjahresniveau erreicht werden. In der Verteidigungssparte soll es deutlich zulegen.
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