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  Foto: AP, AP
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Server-Probleme bleiben: Riesen-Ansturm bei Quelle-Ausverkauf

zuletzt aktualisiert: 02.11.2009 - 11:01

Düsseldorf (RPO). Trotz massiver Serverprobleme: Der Ausverkauf bei Quelle findet riesigen Anklang. Am Sonntag verbuchte der insolvente Versandhändler einen neuen Absatzrekord. Auch am Montag herrschte großer Andrang. Allerdings gibt es noch immer Ausfälle in dem Online-Shop. Unterdessen gibt es nun auch in den Quelle Shops und Technikcentern.

Bis Sonntagnacht seien 61.700 Bestellungen eingegangen, sagte ein Sprecher der Insolvenzverwaltung am Montag. Damit sei der bisherige Tagesrekord von 45.900 Orders im Weihnachtsgeschäft 2008 übertroffen worden. "Das ist mehr als zu erwarten war", ergänzte er. Die meisten Bestellungen seien in der letzten Stunde bis Mitternacht eingegangen.

Auch am Montag fanden die Waren weiter reißenden Absatz. Bis 07.00 Uhr habe sich die Zahl der Bestellungen auf 18.000 belaufen, sagte der Sprecher. In den Ausverkauf einbezogen sind seit dem Morgen auch die Quelle Technikcenter und die Quelle Shops, die ebenfalls mit Rabatten von bis zu 30 Prozent locken. Zusätzliche Server sollten dafür sorgen, dass es nicht erneut zu einer Überlastung der IT-Systeme komme, ergänzte der Sprecher. Am Sonntag waren diese dem Ansturm zwischenzeitlich nicht gewachsen - der Bestellvorgang wurde für viele User zum Geduldsspiel.

Eine Kundin beschwerte sich im Forum: "Wie kann ich denn etwas bestellen, wenn ständig die Seite zusammenbricht?" Quelle bestätigte, dass es aufgrund der großen Nachfrage Probleme gebe. Es werde "mit Hochdruck" an der Lösung gearbeitet, bis dahin sollten die Kunden telefonisch bestellen. 

Insgesamt 18 Millionen Räumungsverkaufs-Artikel

Insgesamt 18 Millionen Räumungsverkaufs-Artikel sollen in dem kommenden Wochen im Internet und den Shops angeboten werden. Die Hälfte der Artikel ist Mode. Möbel sollen mit 20 Prozent, Technik mit 10 Prozent und Kleidung mit 30 Prozent Nachlass verkauft werden. Bis Weihnachten sollen die Lager leer sein.

Umtausch ist möglich, Ratenzahlung dagegen nicht mehr - die per Rechnung gelieferte Ware muss in 14 Tagen bezahlt werden. Verbraucherschützer raten, sich als Kunde nur auf die Zahlung per Rechnung und nicht per Vorkasse einzulassen.

Die Aktion wird mit einer Rumpfmannschaft von 4300 Mitarbeitern gestemmt. Wenn die Lagerregale leer sind, ist auch ihre Zeit bei Quelle vorbei. Am Freitag hatten bereits gut 2100 Beschäftigte ihren letzten Arbeitstag bei dem Traditionsunternehmen, das im Zuge der Pleite des Mutterkonzerns Arcandor ebenfalls Insolvenzantrag stellen musste.

Bieter stehen Schlange

Unterdessen treibt Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg die Filetierung des Konzerns voran. Ein Verkauf des Unternehmens als Einheit ist vor zwei Wochen gescheitert, doch das Interesse an den einzelnen Sparten und Tochtergesellschaft scheint groß. "Die Bieterliste ist rappelvoll", sagte ein Sprecher Görgs der "Süddeutschen Zeitung". An den Markenrechten von Quelle hat nach einem Bericht des "Spiegel" beispielsweise der Otto-Konzern Interesse.

Quelle: Reuters/AP/ddp/ndi

 
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