Summe der Förderzulage wächst: Riester-Boom sorgt für steigende Staatsausgaben
zuletzt aktualisiert: 24.06.2007 - 10:48Hamburg (RPO). Der Boom der Riester-Rente lässt wegen der staatlichen Fördersummen die Ausgaben der Staatskasse nach oben schnellen. Die Zahl der privaten Rentenverträge hat sich in der Jahreshälfte 2007 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.
Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf eine Analyse der Deutschen Rentenversicherung. Damit habe sich auch der Zuwachs bei der staatlichen Förderung im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.
Laut "Spiegel" stieg die Zahl der Riester-Verträge in den ersten sechs Monaten 2007 auf über fünf Millionen, die staatliche Förderung habe sich um fast 800 Millionen Euro erhöht, nach einem Zuwachs von 400 Millionen Euro im selben Vorjahreszeitraum. Das Bundessozialministerium konnte diese Zahlen allerdings nicht bestätigen.
Laut einer Bilanz des Ministeriums von Mitte Mai hatten mit Stichtag 31. März 2007 knapp 8,5 Millionen Menschen einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Ein Jahr zuvor habe die Zahl bei 6,2 Millionen gelegen, damit habe sich die Zahl der Riester-Sparer innerhalb von zwölf Monaten um 2,3 Millionen erhöht. Von Januar bis März 2007 schlossen demnach 620.000 Bürger einen solchen Vertrag über eine Zusatzrente ab, fast 50.000 mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dies sei ein Rekordwert für ein erstes Quartal.
Zum 15. Mai 2007 hat dem Ministerium zufolge die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) rund 740 Millionen Euro Zulagen an Riester-Sparer ausgezahlt. Dies sei die höchste Summe, die bisher zu einem Zahlungstermin förderfähigen Altervorsorgeverträgen gutgeschrieben worden sei. Insgesamt habe die ZfA damit bis Mitte Mai Zulagen in Höhe von mehr als 1,9 Milliarden Euro an Riester-Sparer überwiesen.
Dem Vorabbericht des "Spiegel" zufolge verteilt sich die Riester-Förderung heute anders als vor zwei Jahren. Ein größerer Anteil der Fördergelder fließt demnach an Westdeutsche, überwiegend an Männer und Riester-Sparer mit niedrigen oder sehr hohen Einkommen. Der Anteil der Empfänger mit mittleren Verdiensten gehe dagegen zurück.
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