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Umsatzverlust 2009 bei fast 40 Prozent: Salzgitter will in Gewinnzone zurückkehren

zuletzt aktualisiert: 05.03.2010 - 09:27

Salzgitter (RPO). Nach dem hohen Verlust im Krisenjahr 2009 rechnet der Stahlkonzern Salzgitter in diesem Jahr infolge der konjunkturellen Verbesserung mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. Insgesamt werde ein positives Vorsteuerergebnis im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Stahlriese Salzgitter: "Branche erlebt nur ein kleines Zwischenhoch."  Foto: ddp, ddp
Stahlriese Salzgitter: "Branche erlebt nur ein kleines Zwischenhoch." Foto: ddp, ddp

Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller warnte zugleich vor erheblichen Risiken. Neben der absehbaren Verteuerung der Rohstoffkosten sei auch die Erholung im Stahl- und Maschinenbau weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. Angesichts drohender nervöser Ausschläge auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten bezeichnete das Unternehmen den Ausblick als "nicht verlässlich quantifizierbar".

2009 war der Umsatz auf Jahressicht um fast 40 Prozent auf 7,82 Milliarden Euro eingebrochen und damit noch etwas mehr, als von Analysten erwartet. Das Ergebnis war durch den Mitte Februar kommunizierten Vorsteuerverlust weitgehend bekannt. Insgesamt wies der Dax-Konzern vor Steuern ein Minus von 496,5 Millionen Euro aus. 2008 hatte Salzgitter hier noch ein Plus von etwas mehr als eine Milliarde Euro gemeldet. Der Konzernverlust belief sich auf 387 Millionen Euro. 2008 hatte Salzgitter noch 677 Millionen Euro verdient.

In dem Vorsteuerverlust sind den Angaben zufolge knapp 263 Millionen Euro Abschreibungen auf das Anlagevermögen enthalten. Gut 73 Millionen Euro seien für strukturverbessernde Maßnahmen berücksichtigt worden. Positiv habe sich dagegen die Beteiligung von über 25 Prozent am Kupferhersteller Aurubis ausgewirkt. Sie trug über 60 Millionen Euro bei.

Unter dem Strich gehe 2009 als eines der schwierigsten Geschäftsjahre in die 150-jährige Unternehmensgeschichte ein, hieß es. Allerdings habe im vierten Quartal eine wirtschaftliche Erholung eingesetzt, in deren Folge wieder ein positives operatives Ergebnis erzielt worden sei.

Quelle: DDP/das

 
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