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Umstrukturierungen
SAP baut 1600 Arbeitsplätze in Europa ab

SAP baut 1600 Arbeitsplätze in Europa ab
Das SAP-Logo am Konzernsitz in Walldorf. FOTO: dpa, Uli Deck
Walldorf. Die Umbaumaßnahmen beim Softwareriesen SAP werden vor allem europäische Standorte treffen. Ingesamt 1600 Arbeitsplätze  werden wegfallen. Dabei soll es aber sozialverträglich zugehen. Betriebsbedingte Kündigungen schloss das Unternehmen aus.

Die europäischen SAP-Standorte sind überproportional vom geplanten Umbau des Softwarekonzerns betroffen. Rund 1600 der etwa 30 000 Stellen könnten den Plänen zufolge eingespart werden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Betriebsrates erfuhr. Die "Wirtschaftswoche" hatte die Europa-Zahlen zuvor aus internen Unterlagen der Mitarbeitervertretung zitiert.

Weltweit hatte SAP vor kurzem angekündigt, dass mehr als 2000 der insgesamt 74 000 Mitarbeiter von einem neuen Umbau betroffen sein werden. Unterm Strich will der Softwarekonzern aber Ende des Jahres wieder mehr Stellen haben.

Das Programm ist zumindest in Europa auf Freiwilligkeit ausgelegt, dort sind betriebsbedingte Kündigungen diesmal ausgeschlossen. Stattdessen soll es für bestimmte Abteilungen Abfindungsangebote geben. Arbeitnehmer ab dem Jahrgang 1960 können unabhängig von der Abteilung Vorruhestandsregelungen in Anspruch nehmen. Eine Sprecherin wollte die Zahlen nicht bestätigen. Da es sich um ein Freiwilligen-Programm handele, könne man dazu noch nichts sagen.

Anfang März hatte SAP Veränderungen für mehr als 2000 Mitarbeiter angekündigt. Der Konzern aus Walldorf ist dabei, sein Angebot von fest installierter Software auf Abo-Modelle umzustellen. Dadurch werden Jobs in bestimmten Bereichen nicht mehr gebraucht. Das sollte für etwa 3 Prozent der Mitarbeiter weltweit gelten. Betriebsbedingte Kündigungen sollte es aber nur außerhalb Europas geben.

(dpa)
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