kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
DEU Schaeffler Continental
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

20.000 Mitarbeiter gehen in Kurzarbeit: Schaeffler ringt um Rettungskonzept

zuletzt aktualisiert: 03.02.2009 - 18:01

Herzogenaurach (RPO). 20.000 Mitarbeiter gehen in Kurzarbeit. Die Lage für die in Bedrängnis geratene Schaeffler-Gruppe spitzt sich zu. Das Unternehmen ringt nach der Conti-Übernahme weiter um dringend benötigte Staatshilfe. Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll das Management ein schlüssiges Rettungskonzept vorlegen.

Knallharte Managerin mit Wiener Charme: Maria-Elisabeth Schaeffler.  Foto: PR
Knallharte Managerin mit Wiener Charme: Maria-Elisabeth Schaeffler. Foto: PR

Schaeffler hat für rund drei Viertel seiner deutschen Standorte Kurzarbeit angemeldet. Insgesamt seien 20.000 Mitarbeiter betroffen, hauptsächlich im Bereich Automotive, sagte Sprecher Detlef Sieverdingbeck am Dienstag in Herzogenaurach. Im Schnitt werde die Arbeit um 20 Prozent reduziert, pro Monat werde es vier bis fünf freie Tage geben.

Zwei Wochen für Rettungskonzept

In etwa zwei Wochen soll ein weiteres Krisentreffen zwischen Bund, Ländern und Konzernchefs stattfinden. Nach Informationen des "Handelsblatts" will die Unternehmensführung bis dahin ein mögliches Rettungskonzept nachbessern. Der Eigentümerin Maria-Elisabeth Schaeffler bleibt nach einem ersten Spitzengespräch mit Vertretern der Bundesregierung in der vergangenen Woche nicht viel Zeit, um die aktuelle Lage des Konzerns offenzulegen.

Mehr zum Thema

Schaeffler werde noch in dieser Woche „ein tragfähiges Konzept vorlegen, das die Steuerzahler letztlich nicht belasten wird“, kündigte ein Sprecher an. Bisher habe der Bund dem hochverschuldeten Unternehmen keinerlei Zusagen über Staatshilfen wie Bürgschaften oder Kreditgarantien gemacht, heißt es.

"Wir werden nicht die Zeche zahlen"

Bundeskanzlerin Merkel (CDU) nahm am Wochenende Schaeffler in die Pflicht. "Wir werden nicht die Zeche für riskante Unternehmensentscheidungen zahlen." Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer wollte dagegen Staatshilfen nicht ausschließen. "Wir sind auf der einen Seite Anwalt der Steuergroschen", aber "auf der anderen Seite geht es um 20.000 Arbeitsplätze in Bayern".

Die Betriebsräte haben die Bundesregierung unterdessen um Hilfe für den Konzern gebeten. "Nach unserem Eindruck ist diese Schieflage aus eigener Kraft nicht zu meistern", schrieben sie in einem Brief an Bundeswirtschaftminister Michael Glos (CSU).

Schaeffler bittet laut Branchenkreisen um Bürgschaften von bis zu vier Milliarden Euro. Laut "Handelsblatt" geht man in Regierungskreisen davon aus, dass eine Lösung zur Rettung der Unternehmengruppe gefunden werden könne. Grundsätzlich teile man die Auffassung, dass ein Zusammengehen der Konzerne volkswirtschaftlich sinnvoll sei, weil Standorte und Arbeitsplätze erhalten bleiben könnten.

Gespräche mit möglichen Investoren

Hinter den Kulissen würden auch Gespräche über einen möglichen Investor geführt. Die Bundesregierung habe vorgefühlt, ob arabische Staatsfonds Interesse hätten. Rolf Koerber, der künftige Aufsichtsratschef, hatte einen externen Investor für die gemeinsame Autosparte ins Spiel gebracht.

Die Diskussionen über mögliche Rettungsmaßnahmen sehen Experten als Indiz dafür, wie angespannt die Lage nach der im Januar vollzogenen Conti-Übernahme ist. Schaeffler hatte 49,9 Prozent der Aktien des Konkurrenten erworben und weitere 40 Prozent an Banken weitergereicht. Insgesamt werden Schaeffler und Conti durch rund 22 Milliarden Euro Schulden belastet.


 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Jain und Fitschen – das gegensätzliche Duo

Das neue Führungsteam der Deutschen Bank

Jain und Fitschen – das gegensätzliche Duo

An der Spitze des Geldhauses stehen künftig zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Anshu Jain und Jürgen Fitschen. mehr 

Schuldenkrise macht Europäer ärmer

Mehr Millionäre in Schwellenländern

Schuldenkrise macht Europäer ärmer

Die Schuldenkrise fordert ihren Tribut: Das Privatvermögen in Westeuropa schrumpfte 2011 um 0,4 Prozent auf 25,5 Billionen Euro. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Das neue Führungsteam der Deutschen Bank

Jain und Fitschen – das gegensätzliche Duo

Mehr Millionäre in Schwellenländern

Schuldenkrise macht Europäer ärmer

Deutsches Lizenzgebiet im Pazifik

Forscher entdecken riesiges Manganfeld

Auch am Donnerstag im Minus

Dax verliert im Mai über sieben Prozent

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Bundespräsident Gauck in Israel

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. mehr

 
syrien flagge fahne RPO 2007

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Die westlichen Staaten und die syrischen Rebellen drohen dem Assad-Regime mit einer härteren Gangart. mehr

 
 

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

 

Letzter DDR-Wirtschaftsminister

Gerhard Pohl tot aufgefunden

 

Minister stellt neues Programm vor

Altmaier grenzt sich von Röttgen ab

 

Nahostreise des Bundespräsidenten

Gauck fordert zu Friedensgesprächen auf

 
Strom-Rechner

kWh
vergleichen