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Regierungserklärung: Schavan will 90.000 neue Hightech-Stellen

zuletzt aktualisiert: 21.09.2006 - 11:44

Berlin (rpo). Deutschland will international aufholen: 90.000 zusätzliche Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung (FuE) soll die "Hightech-Strategie der Bundesregierung" hervorbringen. Dafür warb Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag.

Es sollten etwa 60.000 Arbeitsplätze auf Unternehmen entfallen, wo sie bis zu je 30 industrielle Jobs nach sich ziehen könnten. Mit dieser Strategie könne das Ziel erreicht werden, die Anteil der FuE-Ausgaben am Bruttoinlandprodukt bis zum Jahr 2010 auf 3,0 Prozent anzuheben, betonte die Ministerin.

Derzeit liege Deutschland mit einem FuE-Anteil von rund 2,5 Prozent international auf dem neunten Platz und damit hinter Staaten wie den USA und Japan, aber auch Ländern wie Israel und Korea.

Schavan bemängelte zugleich, dass in der Vergangenheit Innovationskonzepte zu stark auf die Forschung konzentriert gewesen seien. Ziel der Bundesregierung sei es, "dass sich Ideen der Forschung auch auf den Märkten durchsetzen". Künftig müssten "die Wege von der Entwicklung zum Markt kürzer und schneller werden".

Mit der Hightech-Strategie würden auch neue thematische Schwerpunkte gesetzt, fügte die Ressortchefin hinzu. Dies gelte für die Energie-, Gesundheits- und Sicherheitsforschung sowie für die Kommunikations- und die Nanotechnologie.

Mit Blick auf die umstrittene grüne Gentechnik mahnte Schavan zudem, hier müsse die Forschung "ein angemessenes Umfeld für die Anwendung erhalten". Dazu würden in Kürze Vorschläge vorgelegt, um durch bessere Kommunikation die Akzeptanz zu fördern und dafür zu sorgen, dass Forscher nicht behindert werden.

Quelle: afp2

 
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