2005: Schering verzeichnet Rekordjahr
zuletzt aktualisiert: 20.02.2006 - 08:42Berlin (rpo). Das vergangene Jahr war für den Pharmakonzern Schering äußerst erfolgreich. Nach Angaben des Berliner Unternehmens stiegt der Umsatz um acht Prozent - auf 5,308 Milliarden Euro. Der Gewinn des Pharmakonzerns stieg um 23 Prozent auf 619 Millionen Euro.
Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 21 Prozent auf 928 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg um 23 Prozent auf 3,26 Euro; die operative Marge verbesserte sich auf 17,5 Prozent.
Der Zuwachs beim Umsatz beruhte der Mitteilung zufolge insbesondere auf dem Erfolg des traditionell umsatzstärksten Multiple-Sklerose-Präperats Betaferon mit zehn Prozent mehr Umsatz sowie der weltweit führenden Anti-Baby-Pille Yasmin (plus 34 Prozent). Diese Produkte trugen auch maßgeblich zu den Steigerungsraten in den USA (plus 13 Prozent), Lateinamerika/Kanada (plus 9 Prozent) sowie Asien/Pazifik (plus 7 Prozent) bei.
Auf Grund des guten Geschäftsverlaufs soll der Hauptversammlung am 19. April die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,20 Euro vorschlagen werden, das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Schering kündigte zugleich das nach eigenen Angaben größte Aktienrückkaufprogramm in der Firmengeschichte an. Vom 1. März bis zum 30. September sollen Aktien im Wert bis zu 500 Millionen Euro über die Börse erworben werden.
Vorstandschef Hubertus Erlen erklärte, der Konzern sei dem Ziel einer operativen Marge von 18 Prozent 2006 schon sehr nahe gekommen. "Wir werden nun eine operative Marge von 20 Prozent im Jahr 2008 in Angriff nehmen." Mit dem Aktienrückkaufprogramm und der Dividende für 2005 würden rund 700 Millionen Euro an die Aktionäre zurückgeben, sagte er. "Damit setzen wir unsere aktionärsorientierte Ausschüttungspolitik fort, ohne den finanziellen Spielraum für mögliche Akquisitionen maßgeblich einzuschränken."
Ferner gab Schering die Absicht bekannt, im Rahmen ihres mit der Chiron Corporation bestehenden Liefervertrages von ihrem Recht Gebrauch zu machen, alle für die Betaferon-Herstellung von Chiron eingesetzten Gegenstände von Chiron zu erwerben. Nach dieser Transaktion, deren Bedingungen noch nicht feststehen, würde Schering die Mittel für die Herstellung von Betaferon in den USA kontrollieren und den Liefervertrag mit Chiron beenden.
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