kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Merck lässt nicht locker: Schering wehrt sich gegen Übernahme

zuletzt aktualisiert: 19.03.2006 - 16:52

München (rpo). Knapp eine Woche nach dem Übernahmenangebot des Merck-Konzerns für das Berliner Pharma-Unternehmen Schering wehrt sich der Berliner Konzern weiter vehement. Gespräche zwischen den Unternehmen gibt es nicht, wenn auch Merck-Chef Michael Römer am Wochenende Schering zu Verhandlungen aufforderte.

Schering-Chef Hubertus Erlen stemmt sich jedoch weiterhin gegen die Offerte. Ein Zusammenschluss mit Merck bringe Schering keine Vorteile, argumentiert er ebenfalls in einem Interview.

"Die Tür für Gespräche mit Schering ist offen", sagte Merck-Chef Römer dem "Tagesspiegel" (Samstagausgabe). Gleichzeitig versicherte er, die Übernahme solle im Juni abgeschlossen sein. Der Zusammenschluss sei auch für den Standort Deutschland wichtig, da kein deutsches Unternehmen mehr unter den Top Ten der größten Pharmaunternehmen der Welt sei.

Stellenabbau bei Schering nicht genau zu beziffern

Den Umfang des Stellenabbaus, über den seit dem Übernahmeangebot vom Montag spekuliert wird, kann Römer nach eigenen Angaben noch nicht beziffern. "Es ist unverantwortlich, jetzt eine Zahl zu nennen. Klarheit kann erst die gemeinsame Analyse mit Schering bringen", sagte der Manager mit Blick auf die Darstellung von Schering, es könnten 7.500 Stellen wegfallen.

Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet in diesem Zusammenhang über den Abbau von 5.000 Arbeitsplätzen in den ersten drei Jahren. Das gehe aus einer internen Merck-Kalkulation hervor. In Branchenkreisen waren in den vergangenen Tagen Zahlen zwischen 3000 und 4500 Stellen genannt worden.

Schering stemmt sich indes weiterhin gegen eine Fusion. "Merck brächte keine Verstärkung", sagte Schering-Vorstandschef Erlen dem "Focus". Zusätzliche Umsätze etwa der Merck-Chemie oder der Sparte für Nachahmerpräparate verbesserten die Wettbewerbsfähigkeit auf den Märkten nicht, in denen Schering aktiv sei.

Schering besetze bereits weltweit führende Positionen in seinen Marktsegmenten, sagte Erlen weiter. Das gelte vor allem für die Gynäkologie, bei oralen Verhütungsmitteln und in der diagnostischen Bildgebung. Auch bei Medikamenten gegen Multiple Sklerose sei der Konzern ein "starker Player".

Eine Fusion von Merck und Schering könnte gleichzeitig erst der Beginn einer Übernahmewelle in der Pharmabranche sein. "Der Konsolidierungsdruck ist hoch", sagte der Sprecher des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller, Ralf-Thomas Hillebrand, dem "Tagesspiegel am Sonntag". Das nötige Geld für Übernahmen sei nach den Sparprogrammen der vergangenen Jahre vorhanden, sagte Stefan Wilhelm, Unternehmensberater bei M&A International, der Zeitung: "Ich erwarte in den kommenden 12 bis 18 Monaten viel Bewegung auf dem Pharmamarkt."

Quelle: afp2

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Eon will sich von Millionen Kunden trennen

Deutschlands größter Versorger

Eon will sich von Millionen Kunden trennen

Deutschlands größter Energieversorger Eon will sich von Millionen Kunden trennen. mehr 

Verdacht auf Korruption bei Daimler

Bestechung in der Zulieferkette

Verdacht auf Korruption bei Daimler

Der Autobauer Daimler hat möglicherweise einen Bestechungsfall in seiner Zulieferkette aufgedeckt. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Deutschlands größter Versorger

Eon will sich von Millionen Kunden trennen

Bestechung in der Zulieferkette

Verdacht auf Korruption bei Daimler

Wie zu Zeiten der Lehman-Pleite

Banken geizen wieder mit Krediten

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Mehr als 140 Tote bei Fluzeugabsturz in Nigeria

Bei einem Flugzeugabsturz am Sonntagabend in Nigeria sind vermutlich alle 147 Passagiere ums Leben gekommen. Auch am Boden gab es Opfer. mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Doering wird neuer FDP-Generalsekretaer

FDP-General stichelt gegen CSU

Patrick Döring sucht die Konfrontation

Nach den Wahlen in NRW und Schleswig-Holstein strotzt die FDP vor Selbstbewusstsein – und demonstriert das auch deutlich vor dem Koalitionsgipfel. Ganz vorn mit dabei als Sprachrohr der Liberalen: Generalsekretär Patrick Döring. Er hat schon öfter ... Von Dana Schülbe  mehr

 
Joschka-Fischer-eine-Karriere-in-Bildern_1_16693.jpg

Dramatischer Appell von Joschka Fischer

"Das europäische Haus steht in Flammen"

Mit einem dramatischen Appell hat der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) die EU-Führungsmächte Deutschland und Frankreich zu einem radikalen Kurswechsel in der Europapolitik ermahnt. Europa stehe am Abgrund und Deutschland trage einen ... mehr

 

23. Jahrestag des Aufstandes

China blockiert Gedenken an Tiananmen

 

Nach der Wahl von Kipping und Riexinger

Linke Angst vor der Bedeutungslosigkeit

 

Der Parteitag der Linken

Lafontaine-Lager setzt sich durch

 

Besuch bei der EM

Merkel entscheidet spontan

 
 

Angebliche Propaganda-Veranstaltung

Nordkorea droht mit Raketenangriff auf Medien

Strom-Rechner

kWh
vergleichen