Insolventer Wäschehersteller: Schiesser will es alleine schaffen
zuletzt aktualisiert: 27.02.2009 - 16:39Leutkirch (RPO). Der insolvente Wäschehersteller Schiesser will es schaffen, ohne einen neuen Investor zu überleben. Außerdem will das Unternehmebn Medienberichten zufolge ohne Massenentlassungen auskommen.
Das sagte Insolvenzverwalter Volker Grub der "Schwäbischen Zeitung". Zwar gebe es genügend Interessenten, die in Schiesser investieren würden. Er habe aber keinen Veräußerungsprozess eingeleitet. "Wir schaffen das allein", sagte Grub dem Blatt.
Trotz der Insolvenz Anfang Februar verzeichnet das Unternehmen mit Sitz in Radolfzell am Bodensee laut Grub ein Plus beim Auftragseingang von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. "Schiesser hat einen treuen Kundenstamm und eine Belegschaft, die voll hinter dem Unternehmen steht", sagte Grub weiter. Bis Oktober solle die Restrukturierung abgeschlossen sein.
Entlassungen im großen Stil sind dem Bericht zufolge nicht geplant. Dafür sei eine Arbeitszeitverlängerung von 37 auf bis zu 42 Stunden im Gespräch, sagte der Betriebsratsvorsitzende Hans-Dieter Schädler der Zeitung. Das Unternehmen beschäftigt 2300 Mitarbeiter, 600 davon in Radolfzell.
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