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GM-Plan für Opel erhitzt Gemüter: "Schlechter als alles, was Magna vorgelegt hatte"

zuletzt aktualisiert: 30.01.2010 - 13:30

Frankfurt/Bochum (RPO). Die IG Metall stellt sich gegen die Unterstützung mit Steuergeldern für die Pläne des US-Autokonzerns General Motors (GM) zur Sanierung von Opel. Der Frankfurter IG-Metall-Chef und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild sagte: "Für diese Pläne darf es keine Staatshilfe geben."

Der jüngste GM-Plan sei "schlechter als alles, was Magna vorgelegt hatte", sagte der Frankfurter IG-Metall-Chef dem "Tagesspiegel am Sonntag". Neben dem "überzogenen Stellenabbau" kritisiert Schild vor allem die fehlenden Zukunftsinvestitionen in neue Antriebe und neue Märkte. Der Plan reiche nur zwei Jahre in die Zukunft - mindestens fünf seien in der Autoindustrie üblich.

Die nach der Schließung des Antwerpener Werkes auf Eis gelegten Verhandlungen zwischen Belegschaft und GM sind ein Alarmsignal für den Gewerkschafter. "Weniger Lösung war bei Opel nie", sagte Schild. "Das Unternehmen ist in einer dramatischen Situation." Die Gefahr einer Insolvenz sei keineswegs gebannt. GM will der Bundesregierung Ende nächste Woche den Sanierungsplan für die Adam Opel GmbH vorlegen. "Der Plan ist fertig", sagte Opel-Vorstandsvorsitzender Nick Reilly am Freitag am Rande einer Veranstaltung in Frankfurt.

Dabei stehe eine Schließung des Werks Eisenach nicht zur Debatte, sagte Reilly. In Medienberichten war in den vergangenen Tagen spekuliert worden, dass der Standort geschlossen werden könnte, falls die Opel-Mitarbeiter nicht zu Zugeständnissen bereit seien.

Eine große verbleibende Hürde dürften die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern über die geforderten Sanierungsbeiträge von 265 Millionen Euro jährlich sein. Die Verhandlungen mit dem Opel-Betriebsrat seien noch in einem sehr frühen Stadium, sagte Reilly.

Opel beschäftigt in Deutschland im hessischen Rüsselsheim sowie in Bochum, im thüringischen Eisenach und im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern 25 000 Mitarbeiter, über 5000 davon in Bochum.

Quelle: DDP/jre

 
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