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Konkurrent Metro nicht dabei: Sechs Käufer bieten für Karstadt

zuletzt aktualisiert: 11.02.2010 - 10:04

Hamburg/Düsseldorf (RPO). Für den insolventen Essener Warenhauskonzern Karstadt interessieren sich nach Angaben des Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg sechs potenzielle Käufer. Der Handelskonzern Metro bietet nicht für Karstadt. Der Verkauf geht nun in die entscheidende Phase.

Die interessierten potenziellen Käufer hätten bereits Einblick in die Bücher, erklärte Görgs am Donnerstag. "Der Datenraum ist seit gestern offen." Zu Namen der möglichen Bieter wollte er sich nicht äußern. Ein Sprecher von Metro, dem Eigentümer des Rivalen Kaufhof, sagte: "Wir sind nicht unter den Bietern. Ein Kauf des gesamten Konzerns kommt für uns nicht in Frage."

Metro hatte wiederholt betont, nur an einzelnen Häusern von Karstadt interessiert zu sein. Dem Versandhändler Otto wird ein Interesse an den Karstadt-Sporthäusern nachgesagt. Görg will das Unternehmen aber über einen Insolvenzplan sanieren. Dieser sieht einen Erhalt von Karstadt als Ganzes vor.

 "Der Käufer bekommt dann ein saniertes Unternehmen", erklärte der Sprecher. An dem Plan wird parallel zu dem Verkaufsprozess gearbeitet. Die Einigung mit den Vermietern - vor allem einem Konsortium um den Goldman-Sachs-Fonds Whitehall -, die auf einen Teil der Mieten verzichten sollen, und mit den Steuerbehörden ist aber noch nicht unter Dach und Fach.

Ziel bleibe ein Verkauf im Lauf des zweiten Quartals, sagte der Sprecher. Den Schwesterkonzern Quelle hatte Görg ebenfalls als Ganzes loszuschlagen versucht, hatte aber letztlich keine Offerten erhalten, weil hinter der umfangreichen Finanzierung des Versandhändlers große Fragezeichen standen. Der Karstadt- und Quelle-Mutterkonzern Arcandor war im Juni 2009 zusammengebrochen.

Quelle: DDP/RTR/pst

 
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