ProSiebenSat.1: Senderchef Alberti verteidigt Absetzung von Magazinen
zuletzt aktualisiert: 17.07.2007 - 22:04Düsseldorf/Berlin (RPO). Matthias Alberti, Sat.1-Geschäftsführer, hat die Streichung der TV-Magazine "Sat.1 am Mittag" und "Sat.1 am Abend" verteidigt. Die Mittagssendung sei ein reines Zuschussgeschäft gewesen, am Abend hätten zu viele Zuschauer schnell wieder umgeschaltet.
Das sagte der Senderchef dem "Handelsblatt". Zugleich betonte er: "Wir haben uns über diese Formate schon unterhalten, bevor Permira und KKR überhaupt ein Thema waren."
Sat.1 beende mit den beiden Sendungen keine Nachrichten-Formate, sondern Boulevard-Magazine. "Ich habe kein Interesse, das Niveau zu senken", sagte Alberti. Das Geld, das der Sender durch die Einstellung der Magazine spare, werde an anderer Stelle für das TV-Programm ausgegeben. Langfristig verfolge Sat.1 eine Einschaltquote von "elf Prozent plus X", im Moment liege die Quote bei 10,6 Prozent, betonte der Senderchef.
Die letzten Ausgaben der beiden Boulevardmagazine waren am Montag ausgestrahlt worden. Die Nachrichtensendung "Sat.1 News - Die Nacht" wird zum 31. August gestrichen. Die tägliche Hauptnachrichtensendung "Sat.1 News" um 18.30 Uhr bleibt dagegen im Programm.
Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 hatte zudem am Dienstag angekündigt, 180 Stellen in Deutschland abzubauen. Am Standort Berlin seien 100 Mitarbeiter, in München 80 betroffen, sagte Konzernchef Guillaume de Posch auf der Hauptversammlung des Unternehmens in München. Die Finanzinvestoren KKR und Permira sind die Haupteigner der Sendergruppe.
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