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Standortschließung
Siemens-Aufsichtsratschef verteidigt umstrittenen Sanierungskurs

Siemens-Aufsichtsratschef verteidigt umstrittenen Sanierungskurs
Siemens-Mitarbeiter demonstrieren am 13. Dezember in Erfurt gegen den geplanten Stellenabbau. FOTO: dpa, msc skm
Berlin. Für die Entscheidung von Siemens-Konzernchef Joe Kaeser, aus der Kraftwerkstechnik auszusteigen und 7000 Stellen abzubauen, hat er nun Rückendeckung vom Aufsichtsrat bekommen.

Gerhard Cromme, der dem Siemens-Aufsichtsrat vorsteht, stellt sich demonstrativ hinter den umstrittenen Kurs von Kaeser. Er sei fest davon überzeugt, dass das, was Siemens und der Vorstandschef jetzt machten, richtig sei, sagte Cromme der "Süddeutschen Zeitung" in ihrer Donnerstagsausgabe. Der Abbau von knapp 7000 Jobs in der Kraftwerkstechnik und die geplante Schließung von Standorten seien unausweichlich.

Konstruktive Gespräche

"Die Nachfrage ist dramatisch eingebrochen und wird nicht wieder das alte Niveau erreichen." Die allgemeine Lage sei derzeit gut, die Konjunktur laufe, da könne so ein Abbau umgesetzt werden. "Wenn wir jetzt nicht reagieren, wird man uns hinterher Managementfehler vorwerfen", sagte Cromme. Cromme kündigte aber auch an, Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter zu finden, die "unverdientermaßen in diese Situation" geraten seien.

"Wir werden versuchen, ihnen zu helfen. Dafür werden wir konstruktive Gespräche mit den Betriebsräten aufnehmen. Und wir werden alles daran setzen, um sozial verträgliche Lösungen zu finden", ergänzte Cromme.

Zur Strategie Kaesers, Geschäftseinheiten abzuspalten und eigenständig zu führen, sagte Cromme: "In jedem Fall wollen wir immer die Mehrheit an Zukunftsgeschäften. Sonst ist es besser, wir steigen aus."

(sbl/REU)
 
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