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Siegeszug der Discounter stockt: Sinkende Marktanteile bei Aldi

zuletzt aktualisiert: 30.01.2010 - 11:37

Düsseldorf (RPO). Auch an den Discountern zieht die Wirtschaftskrise nicht vorbei: Deutschlands führenden Discountern Aldi und Lidl ist es im vergangenen Jahr offenbar nicht gelungen, ihre Marktanteile auszuweiten. Aldi habe den schärfsten Umsatzeinbruch in der Firmengeschichte verzeichnet.

Die Familie Aldi führt die Liste der reichsten Deutschen im Jahr 2011 erneut an.  Foto: ddp, ddp
Die Familie Aldi führt die Liste der reichsten Deutschen im Jahr 2011 erneut an. Foto: ddp, ddp

Wie die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf eine Erhebung des Nürnberger Marktforschers GfK berichtete, schrumpfte Aldis Marktanteil im vergangenen Jahr von 19 auf 18,4 Prozent. Mehr als vier Prozent Umsatz habe Aldi den Zahlen zufolge in Deutschland eingebüßt und damit den wohl schärfsten Umsatzeinbruch der Firmengeschichte verzeichnet.

Auch Konkurrent Lidl sei anders als in den Vorjahren kaum noch gewachsen, schreibt das Magazin. Der Marktanteil des Unternehmens sei 2009 laut GfK bei 9,8 Prozent (2008: 9,7 Prozent) stagniert.

Die GfK-Daten basieren laut Bericht auf der monatlichen Auswertung der Einkaufsbons von 30.000 Haushalten.

Das Abschneiden von Aldi und Lidl hat dem Magazin zufolge auch dazu geführt, dass der Anteil des Discountersegments am Gesamtmarkt erstmals seit fast 50 Jahren bei rund 44,6 Prozent stagniert. GfK-Konsumforscher Wolfgang Twardawa sagte dem Magazin: "Die Ära des stürmischen Wachstums ist vorbei." Als Ursache sieht der Experte nicht nur den harten Preiskampf der Branche, sondern auch Rückgänge im Geschäft mit Aktionsartikeln sowie strukturelle Probleme. So würden sich die Discounter durch den Ausbau ihrer Filialnetze zunehmend selbst Konkurrenz machen.

Insgesamt gaben die Konsumenten dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr rund 150,1 Milliarden Euro im deutschen Lebensmitteleinzelhandel aus, 1,8 Milliarden Euro weniger als 2008. Als Hauptursache für den Rückgang sähen Experten die insgesamt zwölf Preissenkungswellen des Vorjahres.

Quelle: DDP/jre

 
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