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Die Turbulenzen im internationalen Finanzsystem lösen bei vielen Verbrauchern Besorgnis aus. Wie sicher sind die eigenen Geldanlagen? Ein kritischer Blick auf das eigene Depot kann vor herben Verlusten schützen.
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BUNDESWERTPAPIERE Nichts ist sicherer als Geldanlagen beim Bund, sagt die Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Hamburg, Edda Castelló. Schließlich könne Deutschland nicht pleite gehen. Anders als früher müssen Anleger bei der Bundesfinanzagentur ihr Geld mittlerweile nicht mehr auf Jahre festlegen. Bei der Tagesanleihe ist das Kapital täglich verfügbar und gemessen am Zins mit Tagesgeldkonten vergleichbar. Daneben gibt es auch Finanzierungsschätze (Laufzeit zwei Jahre), Bundesobligationen (fünf Jahre), Bundesschatzbriefe (sechs und sieben Jahre) und Bundesanleihen (zehn Jahre).
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FESTGELD Ähnlich sicher ist Festgeld bei deutschen Banken. Bei einem Anlagezeitraum zwischen drei und zwölf Monaten gibt es derzeit zwischen vier und fünf Prozent Zinsen. Das Geld bei deutschen Instituten ist in aller Regel durch die Entschädigungseinrichtung und den Einlagensicherungsfonds der Banken in großem Umfang abgesichert.
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IMMOBILIEN können auch eine sichere Anlage sein. Beim Haus- oder Wohnungskauf sollten Anleger aber genau auf den Standort achten, sagt Finanzexpertin Castelló: „Bei Immobilien in guten Lagen, bei denen ich den Wertzuwachs abschätzen kann, mache ich sicher nichts falsch.“ Acht geben sollten Anleger jedoch bei sogenannten Erwerbermodellen. Das sind vor allem ältere Wohnanlagen, die von Investoren vermarktet werden. Hier lauern oft versteckte Kosten.
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INVESTMENTFONDS Anleger streuen mit Investmentfonds das Risiko breit, weil sie nicht nur in Aktien einzelner Unternehmen investieren. Die Fonds kaufen viele Papiere und investieren in verschiedene Branchen, oder sie bilden Börsenindizes ab. Rauscht jedoch beispielsweise eine ganze Branche in den Keller, verlieren auch Fondsanteile an Wert.
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AKTIEN Wer zuletzt sein Erspartes in Bank-Aktien gesteckt hat, verlor wegen der Finanzkrise viel Geld. Die Papiere brachen dramatisch ein. „Niedrige Kurse können aber auch eine Chance sein, einzusteigen“, sagt Castelló. Anleger, die in Aktien und Fonds investierten, bräuchten aber insgesamt starke Nerven - sie tragen das volle Verlustrisiko.
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EDELMETALLE wie Gold gelten in Krisenzeiten als „sicherer Hafen“. Ähnlich wie Aktien unterliegen Rohstoffpreise jedoch starken Kursschwankungen. So erreichte der Goldpreis im März ein Allzeithoch von 1000 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) und rutschte danach wieder auf rund 750 Dollar ab.
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ZERFTIFIKATE Mit Zertifikaten spekulieren Anleger auf die Entwicklung bestimmter Aktien, Finanzprodukte oder Börsenindizes. Die Verlustrisiken werden von den Sicherungseinrichtungen der Banken allerdings nicht getragen. Der Anleger haftet also in vollem Umfang. Zertifikate gelten als besonders komplizierte und risikoreiche Geldanlage.