Preissprünge bis zu acht Cent: So teuer ist Tanken in Deutschland
zuletzt aktualisiert: 11.07.2007 - 08:32Hamburg (RPO). Sommerferien und Bahnstreiks - für Autofahrer keine gute Kombination. Denn die Spritpreise sind sprunghaft angestiegen. Ein Automobilclub will Preissprünge von bis zu acht Cent beobachtet haben. Ein Spritpreis von 1,50 Euro scheint nicht mehr unmöglich.
"Wir können kurzfristig einen Spitzenwert von 1,50 Euro je Liter erreichen", sagte die Leiterin der Energieabteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der "Frankfurter Rundschau". Das wäre ein neuer Rekord: Der bisherige Höchstwert für einen Liter Super wurde Mitte Mai mit 1,43 Euro erzielt.
Hintergrund der neuen Preiswelle sind der Zeitung zufolge deutlich gestiegene Preise für Rohöl und Benzin. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent koste derzeit rund 75 Dollar und damit rund 50 Prozent mehr als noch zu Jahresbeginn. Der Preis für eine Tonne Benzin liege derzeit bei 785 Dollar, ein Plus von nahezu 60 Prozent gegenüber Anfang 2007. Zudem erwarteten die Energieagentur IEA und Ölanalysten Engpässe bei Raffinerien.
Der Auto Club Europa (ACE) hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Dienstag bundesweit Preissprünge von bis zu 8 Cent auf über 1,40 Euro für einen Liter Superbenzin beobachtet. "Der Rohölpreis befindet sich zwar auf einem hohen Niveau, das rechtfertigt aber keinesfalls dermaßen abrupte Preisschübe wie wir sie jetzt vom einen auf den anderen Tag erleben", sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Er warf den Ölkonzernen "gnadenlose Preistreiberei" vor.
Nach Angaben von Marktführer Aral liegen die bundesweiten Durchschnittspreise unter den vom ACE genannten Werten. Ein Liter Super kostete demnach 1,36 Euro, ein Liter Diesel 1,14 Euro.
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