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Kreditkarten-Panne: Software-Update soll Kartenaustausch vermeiden

zuletzt aktualisiert: 07.01.2010 - 14:26

Frankfurt (RPO). Mit einem Software-Update soll der Umtausch von mehr als 20 Millionen Kreditkarten in ganz Deutschland vermieden werden. Nach Angaben der Sparkassen kann der Fehler auf den betroffenen Giro- und Kreditkarten behoben werden. Wie die Dachorganisation der Institute, DSGV, am Donnerstag mitteilte wird dadurch ein vollständiger Kartenaustausch unnötig. Eine solche Aktion hätte mehrere Monate gedauert

Seit dem Jahreswechsel funktionieren bundesweit über 30 Millionen Giro- und Kreditkarten nicht mehr. Am stärksten leiden Kunden der öffentlich-rechtlichen Banken unter dem "2010"-Problem. Auch bei der Postbank, der Commerzbank und bei Volks- und Raiffeisenbanken sind mehrere Millionen Karten betroffen. Das Abheben am Geldautomaten soll nach Branchenangaben wieder funktionieren. Das elektronische Zahlen im Handel ist jedoch weiter nur eingeschränkt möglich.

Ein Austausch aller betroffenen Karten könnte Banken bis zu 300 Millionen Euro kosten. Branchenkenner veranschlagen fünf bis zehn Euro je Karte für Rückruf und Austausch. Die Verantwortung für die Panne hat der französische Plastikkartenhersteller Gemalto übernommen.

Ob auch Genossenschafts- und Privatbanken einen Austausch der Karten verhindern können, ist noch nicht klar. Der Verband der Volks- Raiffeisenbanken erklärte, man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung. Der Zentrale Kreditausschuss, der für alle Bankengruppen zuständig ist, teilte am Donnerstag mit, es werde eine Neukonfiguration der Kartenchips geprüft. die Voraussetzungen für ein Software-Update müssten allerdings erst noch geschaffen werden.

Verbraucherschützer und Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hatten Banken aufgefordert, Kunden entstandene Zusatzkosten durch die Panne widerstandslos zu ersetzen. Auch die Bundesbank kritisierte die Geldinstitute scharf. Die Branche müsse "ihre Informationspolitik verbessern", forderte der für den Zahlungsverkehr zuständige Bundesbank-Vorstand Hans Georg Fabritius im "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Er verlangte eine wirksame Vorbeugung, um derartige Pannen künftig zu verhindern.

Quelle: RTR/awei

 
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