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Nach Insolvenz
Solarworld muss wohl weitere Stellen streichen

Solarworld muss nach Insolvenz offenbar weitere Stellen streichen
Dunkle Wolken über dem Thüringer Standort der Solarworld AG in Arnstadt (Archivbild vom 12.05.2017). FOTO: dpa, mic kno dna
Bonn. Das insolvente Bonner Solarstromtechnologie-Unternehmen Solarworld wird offenbar weitere Stellen streichen müssen. Wie viele, das bleibt zunächst unklar.

Solarworld könne die Personalkosten für die derzeit 1850 Beschäftigten ab dem 1. August nicht leisten, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Horst Piepenburg mit. Er will aber in den verbleibenden 14 Tagen dafür kämpfen, dass möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben - sei es durch Fertigung für andere Unternehmen oder eine Übernahme.

Eine genaue Angabe, wie viele Stellen gestrichen werden müssen und wie viele erhalten werden können, sei daher nicht möglich, sagte ein Sprecher Piepenburgs der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Interessierte Investoren hätten einen weiteren Prüfbedarf von bis zu vier Monaten signalisiert.

Solarworld mit Sitz in Bonn hatte Mitte Mai wegen Überschuldung Insolvenz angemeldet. Damals waren 2200 Menschen bei Solarworld beschäftigt; bereits im Vorjahr waren Stellenstreichungen vereinbart worden. Die verbliebenen 1850 Beschäftigten erhielten für die Monate Mai, Juni und Juli Insolvenzgeld. Dieses wird maximal drei Monate von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt.

Piepenburg betonte, der Geschäftsbetrieb sei in den vergangenen acht Wochen "stabilisiert" und weitergeführt worden. Es sei Bestandsware verarbeitet und verkauft worden; auch neue Aufträge "im niedrigen zweistelligen Millionenbereich" seien eingegangen. Die Fertigungsstraßen an den Produktionsstandorten Freiberg in Sachsen und Arnstadt in Thüringen seien damit im Drei-Schicht-System in Betrieb geblieben.

(oko/AFP)
 
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