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Kazuo Hirai Sony Chef
  Foto: dapd, Shizuo Kambayashi
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Japanischer Elektronikriese: Sony rechnet mit viertem Jahr in Folge mit Verlust

zuletzt aktualisiert: 02.02.2012 - 15:25

Tokio (RPO). Der schwache Absatz von Fernsehgeräten, ein starker Yen und durch die Flut in Thailand verursachte Produktionsunterbrechungen haben dem japanischen Elektronikkonzern Sony zwischen Oktober und Dezember einen Nettoverlust von 159 Milliarden Yen (1,6 Milliarden Euro) beschert. Zugleich teilte das Unternehmen am Donnerstag mit, für das gesamte Geschäftsjahr einen höheren Verlust zu erwarten, als es noch vor drei Monaten geschätzt hatte.

So wird sich der Nettoverlust bis März voraussichtlich auf 220 Milliarden Yen (2,2 Milliarden Euro) belaufen. Noch Anfang November hatte das Unternehmen einen Verlust von 90 Milliarden Yen (900 Millionen Euro) prognostiziert. Damit würde Sony im vierten aufeinanderfolgenden Jahr rote Zahlen schreiben.

Am Mittwoch hatte der einstige Trendsetter der Elektronikbranche die Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden Howard Stringer bekannt gegeben. Ab dem 1. April soll Kazuo Hirai Sony aus der Krise führen und an die Erfolge der 80er und 90er Jahre anknüpfen. Vor allem im Fernsehgeschäft hat Sony in den vergangenen Jahren Marktanteile an den südkoreanischen Konkurrenten Samsung verloren.

Foto: dpa, Andrea Warnecke

"Schmerzhafte Entscheidungen unabwendbar"

Hirai war zuvor als Vorstand für den Bereich Playstation verantwortlich. In diesem Geschäftsfeld sieht sich Sony von einer zunehmenden Konkurrenz von Apple und Nintendo konfrontiert. "Sony muss einen neuen Kurs einschlagen", sagte Hirai am Donnerstag. Es müssten "schmerzhafte Entscheidungen" gefällt werden, deren Durchführung "unabwendbar" seien.

Neben der Wiederbelebung des Fernsehgeschäftes wird Sony nach den Worten seines neuen Vorstandsvorsitzenden die Mobilfunksparte stärken und in die Medizintechnik vorstoßen. Für die schlechten Zahlen im vergangenen Jahr machte Hirai neben den Produktionsunterbrechungen durch die Überschwemmungen in Thailand auch den Tsunami im März verantwortlich.

 

Quelle: APD

 
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