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Harsche Kritik im Netz
Supermarkt nimmt nach Shitstorm Halal-Fleisch aus dem Angebot

Wien. Die österreichische Lebensmittelkette Spar musste nach einem Test-Verkauf von Halal-zertifiziertem Fleisch für Muslime harsche Kritik entgegennehmen. Zur Wutwelle im Internet seien seit kurzem auch wüste Beschimpfungen gegenüber Mitarbeitern gekommen. Daher wurden die Produkte wieder aus dem Sortiment genommen.

Das sagte Unternehmenssprecherin Nicole Berkmann am Donnerstag. Man habe sich zwei Wochen nach dem Start des Tests auch aus Rücksicht auf die Mitarbeiter entschieden, die beiden Halal-Produkte wieder aus dem Sortiment zu nehmen. An dem Shitstorm hätten sich Tierschützer, Menschen mit fremdenfeindlicher Gesinnung und auch selbst ernannte Konsumentenschützer beteiligt.

"Als Nahversorger für alle Bevölkerungsgruppen in Österreich sind wir traurig und schockiert über den Tonfall der Diskussionen, ziehen aber unsere Konsequenzen", teilte Spar mit. "Wir halten fest, dass es niemals Fleisch aus Schächtungen bei Spar gegeben hat. Die verwendete Halal-Zertifizierung hat immer die Betäubung der Tiere vor der Schlachtung beinhaltet." Einziger Unterschied zu anderen Schlachtungen sei ein Gebet, das währenddessen gesprochen worden sei.

Religiöse Muslime essen nur Fleisch von geschächteten Tieren. Dabei werden die Tiere vor der Schlachtung in aller Regel nicht betäubt. In Österreich akzeptiere die Islamische Glaubensgemeinschaft aber eine Betäubung, sagte die Spar-Sprecherin.

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(dpa)