Mindestens 1600 Euro für Ledige: Sparkassen fordern höheren Sparer-Freibetrag
zuletzt aktualisiert: 01.11.2008 - 09:47Landau (RPO). Der Sparer-Freibetrag ist nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, zu niedrig. Haasis fordert nun eine Anhebung des Betrags, um Anreize für langfristiges Sparen zu schaffen.
Der gegenwärtige Betrag von 801 Euro für Ledige und 1602 Euro für Ehepaare sei zu schnell ausgeschöpft, sagte Haasis der Landauer "Rheinpfalz am Sonntag" laut Vorabbericht.
Auch bei Aktien- und Fondssparplänen kämen ab dem kommenden Jahr auf die Anleger höhere Belastungen zu, sagte Haasis. Der Freibetrag solle mindestens 1600 Euro für Ledige und 3200 Euro für Ehepaare betragen, was in etwa der Höhe der Jahre 2002 und 2003 entsprechen würde. Dies diene auch der Steuervereinfachung für viele Bürger.
Mit Blick auf die private Altersvorsorge müsse der Staat alles unternehmen, um das Interesse am Sparen möglichst hoch zu halten, verlangte Haasis. Er warf der großen Koalition vor, die Rahmenbedingungen für Sparer in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt verschlechtert zu haben. Dazu zählten neben der Senkung des Sparerfreibetrags auch die Streichung der Eigenheimzulage. Haasis verlangte, die Vermögensbildung wieder staatlich stärker zu fördern.
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