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Streit um zu hohe Gebühren für Kunden: Sparkassen wollen einen Schlichter einsetzen

zuletzt aktualisiert: 21.03.2010 - 13:45

Berlin (RPO). Im Streit um überhöhte Gebühren an Geldautomaten wollen die Sparkassen einem Zeitungsbericht zufolge eine Art Schlichter einsetzen. Dieser soll sich um die zahlreichen Ausreißer bei den Gebühren kümmern. Einer neuen Studie zufolge verlangen einige Häuser sogar zehn Euro pro Transaktion.

Nach Informationen der "Welt am Sonntag" will der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) in einer Sitzung des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) am Montag den anderen Bankenverbänden den Vorschlag eines "Marktwächters" machen. Diese neu geschaffene Instanz innerhalb der Branche solle sich die Gebührenausreißer anschauen und vermitteln. Der DSGV wollte sich zu den Informationen im Vorfeld der Sitzung nicht äußern.

Nach einer Untersuchung der Finanzberatung FMH von Ende Januar sind dem Bericht zufolge die Gebühren für Kunden an Geldautomaten anderer Geldinstitute im vergangenen halben Jahr um 13 Prozent auf durchschnittlich 5,64 Euro pro Auszahlung gestiegen. Einige Geldhäuser verlangten demnach sogar zehn Euro pro Transaktion.

Info

Tipp: Geldabheben ohne Gebühren

Einige Einzelhändler bieten einen Service an, der gebührenfreies Geldabheben ermöglicht. Wer beispielsweise bei der Lebensmittelkette Rewe für mehr als 20 Euro einkauft und mit EC-Karte bezahlt, kann zusätzlich Bargeld mitnehmen.

Noch höher seien die Beträge, die sich Banken untereinander in Rechnung stellen. Die Spitzenreiter wollen 20 Euro von der Bank des fremden Kunden. Experten schätzen die tatsächlichen Kosten für eine Transaktion auf rund 70 Cent. Das Bundeskartellamt leitete wegen des Verdachts auf überhöhte Gebühren eine Prüfung ein.

Verbraucherschützer und die privaten Banken fordern eine einheitliche Obergrenze für die Gebühren. Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die die meisten Automaten im Land unterhalten, lehnen einen solchen Schritt ab. Sie wollen dagegen die Interbankenentgelte abschaffen.

Der Kunde solle künftig direkt am Automaten erfahren, wie viel ihn der Vorgang koste. "Dann kann er mit den Füßen abstimmen, ob er die Leistung für diesen Preis will oder nicht", hatte es vergangene Woche in einer Stellungnahme geheißen.

Quelle: DDP/csi

 
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