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stuttgart 21 proteste panorama ddp
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Streit um Milliarden-Projekt der Bahn: Sprecher von "Stuttgart 21" wirft hin

zuletzt aktualisiert: 17.09.2010 - 12:08

Stuttgart (RPO). Das umstrittene Milliarden-Bahnprojekt "Stuttgart 21" verliert seinen Sprecher Wolfgang Drexler. Das teilte die baden-württembergische Landesregierung am Freitag mit und bedauerte zugleich den Rückzug des Leiters des Kommunikationsbüros. Drexler habe aus tiefer Überzeugung und mit enormem Engagement Überzeugungsarbeit für das bedeutende Infrastrukturprojekt geleistet, erklärte ein Regierungssprecher. Die Landesregierung danke ihm ausdrücklich für seinen "großen Einsatz".

Als Grund für den Ausstieg des SPD-Politikers gilt die Kehrtwende seiner Partei in der Debatte um das Bahnprojekt. Bis zu einer möglichen Volksabstimmung müssten "die Bagger ruhen", hatte der baden-württembergische SPD-Chef und Fraktionsvize Nils Schmid am Donnerstag in Stuttgart gefordert. Der SPD-Landtagsabgeordnete Drexler hatte selbst dementiert, dass bereits eine Entscheidung gefallen sei.

Unterdessen gehen die Spekulationen über einen Nachfolger Drexlers weiter. Der Ex-Kommunikationschef von Daimler-Chrysler, Christoph Walther, der Medienberichten zufolge als Nachfolger gehandelt wurde, ist dabei jedoch aus dem Rennen. "Das ist Quatsch", erfuhr die Nachrichtenagentur dapd aus Kreisen von Walthers heutiger Firma Communications Network Consulting (CNC).

Der Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Peter Hauk erklärte, der Rücktritt Drexlers sei nach dem Umkippen der SPD in den vergangen Tagen zu erwarten gewesen. Drexler habe seine Aufgabe als Projektsprecher mit sehr viel Engagement und Ehrgeiz umgesetzt. Hauk fügte hinzu, dass der Kurs, den die Opposition bei dem Projekt fahre, realitätsfern und nicht mehr zu verstehen sei. Sie sei nur an Wählerstimmen und Umfragen orientiert und nicht an der Sache selbst.

Bei dem Milliardenprojekt "Stuttgart 21" soll der Kopfbahnhof der baden-württembergischen Landeshauptstadt in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umgewandelt und der Flughafen an das Fernschienennetz angebunden werden.

Quelle: dapd/felt

 
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