Angebot noch bis Freitag: Springer hält gut 63 Prozent an ProSiebenSat.1
zuletzt aktualisiert: 11.10.2005 - 15:47Berlin (rpo). Der Axel-Springer-Verlag kommt mit seinen Übernahmeplänen bei der ProSiebenSat.1-Sendergruppe gut voran. Inzwischen gehören den Berlinern bereits 63,1 Prozent der Anteilsscheine.
Wie der Verlag ("Bild") am Dienstag in einer Pflichtanzeige mitteilte, hält er alle Stimmrechte und 26,18 Prozent der Vorzüge. Das Pflicht-Barangebot für ProSiebenSat.1-Aktionäre läuft noch bis Freitag.
Der Weg für eine Verschmelzung von Axel Springer mit ProSiebenSat.1 ist allerdings längst frei - zumindest was die Besitzverhältnisse angeht. Für die Fusion beider Unternehmen fehlt aber noch die Zustimmung der Kartell- und Medienaufsicht.
Die Offerte von 14,11 Euro pro Anteilsschein, die der Verlag den Besitzern kleinerer Aktienpakete machen muss, wurde bis zum Dienstag nur für 1,15 Prozent aller Vorzugsaktien angenommen. ProSieben hatte den Angebotspreis Ende September als zu niedrig bezeichnet, zumal das Papier an der Börse höher gehandelt wurde.
Aktionäre, die ihre ProSieben-Papiere nicht verkaufen, werden später Vorzugsaktionäre des fusionierten Unternehmens. Springer hatte sich im August mit dem bisherigen Großaktionär German Media Partners um den US-Medienmogul Haim Saban auf einen Kauf von ProSiebenSat.1 geeinigt.
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