Ford: Stabilisation statt Wachstum im Vordergrund
zuletzt aktualisiert: 09.01.2006 - 09:29Detroit (rpo). Stabilisation anstatt Wachstum - der Automobilhersteller Ford hat sich für das Jahr 2006 ein klares Ziel gesetzt und will nach dem schlechten Geschäft 2005 keine weiteren US-Marktanteile verlieren. Dabei sollen vor allem von der asiatischen Konkurrenz Kunden abgeworben werden.
"Wir müssen in diesem Jahr unsere Marktanteile stabilisieren, bevor wir wachsen können", sagte Ford-Chef Bill Ford auf der internationalen Autoshow in Detroit - der größten amerikanischen Messe der Branche. Dies könne dank neuer Fahrzeuge gelingen, sagte er weiter, ohne aber konkrete Angaben zu den erwarteten Verkäufen machen zu wollen. Wegen der hohen Spritpreise haben die US-Autofahrer zuletzt vor allem sparsamere Fahrzeuge gekauft, was der bislang erfolgreichen Sparte sportlicher Geländewagen (SUV) von Ford empfindlichen Schaden zufügte.
Manager Ford erwartet nach eigenen Angaben, dass sich dieser Trend fortsetzt. Der Autobauer will am 23. Januar ein weitreichendes Umstrukturierungsprogramm verkünden, das auch Jobstreichungen und Werksschließungen umfasst. Ford wollte keine Einzelheiten nennen, räumte aber ein, dass es "harte und schmerzvolle Einschnitte" geben werde, um das Geschäft wieder aufzubauen.
Ford leidet ebenso wie der weltgrößte Autobauer GM unter dem vor allem auf dem nordamerikanischen Markt sinkenden Absatz. Zudem macht beiden US-Unternehmen die japanische Konkurrenz zu schaffen. Die hohen Krankenkassen- und Pensionskosten, die aus den Tarifverträgen früherer Jahre resultieren, tragen ebenfalls erheblich zu den Problemen bei Ford und GM bei.
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