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"Friedliche Lösung" abgestrebt: Stahl-Poker um Arcelor geht weiter

zuletzt aktualisiert: 25.03.2006 - 12:14

Düsseldorf/Hamburg (rpo). Von anderen Übernahmen ein wenig in den Hintergrund gedrückt, versucht der weltgrößte Stahlkonzern Mittal noch immer seinen größten europäischen Konkurrenten Arcelor zu schlucken. Arcelor-Chef Guy Dollé ist jedoch optimistisch, den Übernahmeversuch abwehren zu können.

Eine überwältigende Mehrheit der europäischen Anteilseigner nehme das Angebot von Mittal nicht an, sagte Dollé der "Wirtschaftswoche" laut einem Vorabbericht vom Samstag. Verkaufsbereitschaft sieht Dollé allenfalls bei US-Hedgefonds.

Allerdings wollte Dollé nicht ausschließen, dass er den Übernahmekampf verliert. Sollte Mittal das Übernahmeangebot von 19 Milliarden Euro in bar und Aktien erhöhen, müsse der Aufsichtsrat neu entscheiden.

Derweil hat der Stahlunternehmer Lakshmi Mittal Dollé aufgefordert, eine "friedliche Lösung" des milliardenschweren Übernahmepokers anzustreben. Er "wäre jederzeit bereit, sich mit dem Arcelor-Chef zu treffen, "weil mir eine freundliche Übernahme lieber wäre als eine feindliche", sagte Mittal dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Auf die bisherigen Gesprächsangebote sei Dollé jedoch nicht eingegangen. "Ich bekam noch keine Antwort von ihm", sagte der Stahl-Milliardär laut einer Vorabmeldung vom Samstag.

Mittal bekräftigte, dass er sein Angebot für Arcelor nicht nachbessern wolle. "Wir sind überzeugt, ein gutes Angebot vorgelegt zu haben und planen keine Änderungen", sagte er. Mittal zeigte sich zuversichtlich, die "Mehrheit der Aktionäre" für die Übernahme von Arcelor gewinnen zu können.

Der Stahlmanager warnte zugleich davor, dass Arcelor-Großaktionär Luxemburg noch ein Gesetz erlässt, das ihm die Übernahme unmöglich machen würde. Er könne sich "nicht vorstellen, dass Luxemburg mit so einem Gesetz die komplette Finanzwelt verwirren oder gar enttäuschen möchte".

Quelle: afp2

 
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