Historischer Rückgang: Stahlproduktion bricht um über 50 Prozent ein
zuletzt aktualisiert: 11.05.2009 - 09:03Wiesbaden (RPO). Die deutsche Eisen- und Stahlproduktion hat im April aufgrund der weltweiten Konjunkturkrise einen historischen Tiefpunkt erreicht. Die produzierte Menge sank gegenüber dem Vorjahr um über 50 Prozent.
In den Hüttenwerken wurden nur noch 1,06 Millionen Tonnen Roheisen und 1,88 Millionen Tonnen Rohstahl erzeugt, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.
Damit wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 57 Prozent weniger Roheisen und 53 Prozent weniger Rohstahl hergestellt. Dies entspreche dem stärksten Produktionsrückgang seit Bestehen der Bundesrepublik.
Im Vergleich zum Vormonat sank die Produktion im April den Angaben zufolge bei Roheisen um 14,7 Prozent und bei Rohstahl um 9,0 Prozent. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres wurden bundesweit 5,54 Millionen Tonnen Roheisen und 9,16 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt.
Gegenüber zum Vorjahr sei die Roheisenproduktion damit um 44,9 Prozent und die Rohstahlproduktion um 43,0 Prozent gesunken.
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