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Feiertagsgeschäft
Starkes "Black Friday"-Geschäft für US-Einzelhandel

Black Friday und Cyber Monday - die größten Mythen
Black Friday und Cyber Monday - die größten Mythen
Chicago. Der US-Einzelhandel ist nach ersten Erhebungen in diesem Jahr stark ins wichtige Feiertagsgeschäft eingestiegen. Am Montag folgt jetzt der "Cyber Monday" mit neuen Rabattaktionen im Internet.

Zwar lagen die vorläufigen Zahlen vom Samstag für den Umsatz der Warenhäuser am "Black Friday" - dem Freitag nach dem Thanksgiving-Feiertag - leicht unter den Vorjahreswerten. Experten wiesen jedoch darauf hin, dass die Bedeutung des früher für den amerikanischen Einzelhandel so wichtigen Tages immer weiter abnimmt, da Sonderangebote vorgezogen werden und der Online-Handel eine immer größere Rolle spielt. Hier wurden bereits am Donnerstag und Freitag zweistellige Zuwachsraten erzielt. Am Montag folgt jetzt der "Cyber Monday" mit neuen Rabattaktionen im Internet.
Thanksgiving findet am vierten Donnerstag im November statt.

Der Feiertag mit Parallelen zum Erntedank ist eines der zentralen Familienfeste in den USA. Im Einzelhandel markiert er den Beginn des Feiertagsgeschäfts vor Weihnachten und dem Lichterfest: Traditionell locken die Geschäfte am Freitag nach Thanksgiving mit Rabatten und schreiben danach "schwarze Zahlen". In den Monaten November und Dezember erzielen viele US-Einzelhändler zwischen 20 und 40 Prozent ihrer Jahreserlöse.

Das Forschungsunternehmen RetailNext gab in diesem Jahr für Thanksgiving und Black Friday zusammen einen Umsatzrückgang von 1,5 Prozent bekannt. Die Ausgaben pro Kunde seien um 1,4 Prozent gefallen, hieß es am Samstag weiter. Am Freitag seien 1,8 Prozent weniger Menschen in den Läden gezählt worden. Auch ShopperTalk ging nach ersten Erhebungen von einem Minus aus. Am Thanksgiving sei in den Läden des Einzelhandels ein Umsatz von 1,8 Milliarden Dollar und am Black Friday von 10,4 Milliarden Dollar erzielt worden.

Trotzdem zogen Experten beider Unternehmen eine positive Bilanz. Einige Geschäfte seien dazu übergegangen, schon am Donnerstagabend "Sales" anzubieten um dann über Nacht geöffnet zu bleiben. RetailNext-Gründer Bill Martin wies zudem auf die immer größere Bedeutung des Online-Handels hin. Hier wurden dem Adobe Digital Index zufolge am Donnerstag und Freitag Umsätze von 4,47 Milliarden Dollar erzielt, ein Anstieg von 18 Prozent zum Vorjahr. Die Internet-Verkäufe übertrafen damit auch die Experten-Erwartungen von 4,35 Milliarden Dollar.

Nun steht noch "Cyber Monday" an. Vor etwa einem Jahrzehnt begannen die Amerikaner am Montag nach dem langen Thanksgiving-Wochenende damit, die damals noch schnelleren Internet-Zugänge ihrer Arbeitgeber für Online-Einkäufe zu nutzen. Die Internet-Händler förderten dies durch Rabatt-Aktionen. In diesem Jahr wird in der gesamten Online-Branche am Cyber Monday erstmals ein Umsatz von mehr als drei Milliarden Dollar erwartet, ein Plus von zwölf Prozent.

(REU)
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