Liechtenstein: Steueraffäre spült eine Milliarde in die Staatskasse
zuletzt aktualisiert: 08.05.2008 - 18:10München (RPO). Die Liechtensteiner Steueraffäre beschert dem deutschen Fiskus voraussichtlich Einnahmen von etwa einer Milliarde Euro. Laut Medienberichten kursiert diese Einschätzung unter Berufung auf interne Schätzungen von Steuerfahndern. Demnach haben die Finanzämter bereits ungefähr die Hälfte des Geldes verbucht.
Bei den 400 Ermittlungsverfahren, die die Bochumer Staatsanwaltschaft inzwischen eingeleitet hat, geht es laut "Focus" um rund 500 Millionen Euro. Bei weiteren 300 Beschuldigten stünden in den nächsten Wochen Durchsuchungen an. Zu dem Geldregen tragen dem Bericht zufolge außerdem etwa 230 Steuersünder bei, die einer eventuellen Anzeige durch Selbstanzeige zuvorkommen wollten. Nach Angaben des "Focus" haben die Beschuldigten im Durchschnitt zwei Millionen Euro in Liechtenstein versteckt.
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