Anstieg um 16,7 Prozent: Steuereinnahmen im Februar "sensationell"
zuletzt aktualisiert: 19.03.2007 - 08:32Düsseldorf (RPO). Der Fiskus hat im Februar unerwartet hohe Steuern eingenommen. Die Einnahmen waren rund fünf Milliarden Euro höher als im Februar 2006. Steuerexperten bezeichnen den Anstieg um 16,7 Prozent als "sensationell".
So etwas habe es schon seit langem nicht mehr gegeben, sagte ein erfahrener Steuerschätzer dem "Handelsblatt".
Für das Gesamtjahr könnten die Einnahmen nun "ohne weiteres 15 Milliarden Euro höher ausfallen als vom Arbeitskreis Steuerschätzung im November geschätzt", sagte der Steuerschätzer weiter. Damals hatten die Experten für 2007 ein Steueraufkommen von 514 Milliarden Euro ermittelt. Die nächste Steuerschätzung findet vom 8. bis zum 11. Mai in Görlitz statt.
Damit werde es immer wahrscheinlicher, dass der Staat dieses Jahr deutlich weniger neue Schulden machen müsse als bislang geplant. Die gesamtstaatliche Defizitquote könnte schon 2007 auf rund ein Prozent sinken - nach 1,7 Prozent in 2006.
Den unerwarteten Geldsegen hat den Finanzministern von Bund und Ländern vor allem die Umsatzsteuer beschert: Ihre Einnahmen legten im Februar um 22,8 Prozent zu. Auch die Lohnsteuer hat der Zeitung zufolge wegen der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt um 6,1 Prozent zugenommen. Das Aufkommen der Zinsabschlagsteuer habe sich sogar fast verdoppelt.
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