Teldafax-Insolvenz: Strafanzeige wegen Betrugs
zuletzt aktualisiert: 15.06.2011 - 16:36Düsseldorf (RP). Die Insolvenz der Teldafax-Gruppe hat nun auch strafrechtliche Folgen. Eine Düsseldorfer Kundin des Unternehmens erstattete am Mittwoch Strafanzeige wegen Betrugs gegen das frühere Management des Unternehmens.
Wie unsere Redaktion erfuhr, ist der Hintergrund, dass der 71-Jährigen seit drei Monaten unter immer neuen Vorwänden die Rückzahlung einer Vorauszahlung von rund 700 Euro verweigert wurde, obwohl Teldafax sie nicht mehr versorgte.
Die Stadtwerke Düsseldorf hatten die Weiterleitung von Teldafax-Strom vor Monaten wegen ungezahlter Rechnungen verweigert. Die Kundin unterstellt Teldafax in ihrer Strafanzeige eine bewusste Verzögerung der Geldrückzahlung, „um das Überleben der Firma und damit die weitere Zahlung von Manager-Gehältern zu sichern“.
Ihre Strom- und Gasversorgung gesichert
Der seit Monaten in den Schlagzeilen stehende Strom- und Gasdiscounter Teldafax hatte am Dienstag seine Pleite bekanntgegeben. Zahlreiche Kunden des Unternehmens müssen damit um ihre bereits im Voraus gezahlten Gelder bangen. Ihre Strom- und Gasversorgung ist nach Angaben der Bundesnetzagentur allerdings gesichert.
Teldafax hatte zeitweise nach eigenen Angaben rund 800.000 Kunden. Nun hat die Firma beim Amtsgericht Bonn für die Holding und die Töchter Teldafax Energy sowie Teldafax Services Insolvenzanträge gestellt, teilte das Gericht am Dienstag mit.
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