Erstmals seit 18 Jahren: Streik in südafrikanischen Goldminen
zuletzt aktualisiert: 07.08.2005 - 21:42Johannesburg (rpo). Die Arbeiter der südafrikanischen Goldminen haben am Sonntag ihre Arbeit niedergelegt - zum ersten Mal seit 18 Jahren. In der vorigen Woche waren die Lohnverhandlungen gescheitert. Die Goldindustrie ist eine der wichtigsten Exportbranchen des Landes und könnte sich auf den Goldpreis auswirken.
Nach Gewerkschaftsangaben legten mit Beginn der Spätschicht um 16 Uhr 80.000 Bergarbeiter die Arbeit nieder. 10.000 weitere Arbeiter sollen am Montag folgen.
Die Arbeitgeber haben eine Erhöhung der Löhne je nach Position um 4,5 und fünf Prozent angeboten. Die Gewerkschaften fordern dagegen eine Anhebung um sieben und acht Prozent sowie weitere Vergünstigungen für die Arbeitnehmer. Ihre ursprüngliche Lohnforderung lag bei zehn bis zwölf Prozent. Sie begründen ihre Forderung mit den um 5,7 Prozent gestiegenen Lebenshaltungskosten. Das Arbeitgeberangebot liefe auf eine Kürzung der Reallöhne hinaus.
Die Goldindustrie ist eine der wichtigsten Exportbranchen in Südafrika. Nach Angaben der Bergbauarbeitgeber dürfte der Streik die Industrie bis zu 130 Millionen Rand (16 Millionen Euro) pro Tag kosten.
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