Steigende Preise: Stromkunden wechseln in Massen zu Billiganbietern
zuletzt aktualisiert: 27.12.2007 - 05:57Düsseldorf (RPO). Lange Zeit waren die Verbraucher eher zögerlich, wenn es darum ging, den Stromanbieter zu wechseln. Doch nun treiben die steigenden Energiepreisen den Billig-Anbietern massenhaft Kunden zu.
Unternehmen wie Yello, E-wie-einfach oder Nuon verzeichneten rasant wachsende Zahlen, berichtete das "Handelsblatt". Vor allem in den vergangenen Wochen hätten die Anbieter wegen der von den etablierten Versorgern angekündigten Preiserhöhungen deutliche Zuwächse verbucht.
Die neue E.ON-Tochter E-wie-einfach, die erst im Februar an den Markt gegangen sei, habe inzwischen rund 400.000 Kunden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise. Seit Oktober, als mit 250.000 zum letzten Mal eine offizielle Zahl genannt worden sei, habe das Unternehmen damit einen zusätzlichen Schub verzeichnet: "Wir sind mit der Entwicklung von E-wie-einfach zufrieden", wurde Geschäftsführerin Marie-Luise Wolff zitiert.
Beim niederländischen Versorger Nuon habe sich die Zahl neuer Kunden bei monatlich "deutlich über 10.000 stabilisiert", sagte Deutschlandchef Thomas Mecke der Zeitung.
Auch Marktführer Yello sei trotz der neuen Konkurrenz gewachsen: Die EnBW-Tochter, die jahrelang der einzige große bundesweite Anbieter war, erhöhte die Anzahl der Kunden laut "Handelsblatt" im zu Ende gehenden Jahr um 160.000 auf über 1,3 Millionen.
"Wir erleben derzeit eine Abstimmung mit den Füßen", sagt Robert Mundt, der Geschäftsführer der mittelständischen FlexStrom GmbH zur Situation auf dem umkämpften Strommarkt. Schon jetzt sei absehbar, dass im Dezember mehr Haushalte den Stromanbieter wechselten als je zuvor.
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