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Energieversorger Eon: Strompreise nur bis September stabil?

zuletzt aktualisiert: 26.06.2007 - 12:19

München (RPO). Kurz vor dem Auslaufen der staatlichen Preisaufsicht für die Stromkonzerne hat der Energieversorger Eon Tariferhöhungen weiter offen gelassen.

"Meldungen, nach denen wir eine Preiserhöhung zum 1. September planen, entsprechen nicht der Realität", sagte der Vorstandsvorsitzende der E.ON Elektrizitätsparte, Klaus-Dieter Maubach, am Dienstag in München. Allerdings könne der Konzern stabile Strompreise nur bis Ende September garantieren.

"Wie es danach weitergeht, ist derzeit noch völlig offen", betonte Maubach. "Das wird dann von unserer Beurteilung der Wettbewerbssituation abhängen." Mit dem Ende der behördlichen Strompreisaufsicht zum 1. Juli werde sich die Bildung der Grundtarife künftig nicht mehr nur an den Kosten für Erzeugung, Transport und Vertrieb orientieren, sondern vor allem am Markt- und Wettbewerbsumfeld.

Frühzeitige Preisfestlegungen könnten zudem als kartellrechtswidriger Versuch der Marktbeeinflussung aufgefasst werden, sagte Maubach. Das Unternehmen werde über etwaige Erhöhungen, die Kunden, wie es die neuen Regeln vorsähen, sechs Wochen vorher informieren.

"Wir hoffen aber, dass künftig die Strompreise genauso wenig ein Gegenstand der öffentlichen Diskussion sind wie die Preise für andere Dinge des täglichen Bedarfs", erklärte der Manager. Dies wäre ein Stück Normalität im Wettbewerb.

Maubach kündigte zudem Investitionen von zwölf Milliarden Euro in die Stromerzeugung an. Schwerpunkte seien hochmoderne Kohlekraftwerke mit bislang unerreichten Wirkungsgraden, besonders effiziente Gaskraftwerke und erneuerbare Energien wie der erste große Offshore-Windpark Deutschlands vor Borkum.

In den Ausbau des Stromnetzes sollen bis 2010 insgesamt 2,5 Milliarden Euro fließen. Ziel sei es, die technische Voraussetzungen für einen europäischen Binnenmarkt für Strom zu schaffen.

Quelle: ap

 
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