kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Schlechte Nachricht für Verbraucher: Strompreise steigen drastisch

VON ULRIKE WINTER - zuletzt aktualisiert: 27.11.2008 - 07:40

Düsseldorf (RP). Der Auftakt zur Entflechtung der Stromnetze ist gemacht: Die EU-Kommission verpflichtete gestern den Energieriesen Eon, sein Höchstspannungsnetz zu verkaufen und 4.800 Megawatt Kraftwerkskapazität in Deutschland an Konkurrenten abzugeben. Im Gegenzug stellten die Brüsseler Wettbewerbshüter ihre Ermittlungen gegen die Elektrizitätssparte von Eon ein.

Die EU verspricht sich von dem Schritt den Auftakt zu mehr Wettbewerb und sinkenden Preisen. Mehr als 20 Prozent der deutschen Erzeugungskapazitäten Eons würden nun Wettbewerbern und neuen Stromerzeugern zur Verfügung stehen, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Die Tatsache, dass sich Stromnetze und Kraftwerke in einer Hand befinden, gilt als eines der größten Wettbewerbshindernisse auf dem deutschen Strommarkt.

Eon selbst hatte den Verkauf seines Höchstspannungsnetzes und eines Fünftels seiner deutschen Kraftwerkskapazitäten im Februar angeboten, um einen Schlussstrich unter die Auseinandersetzungen mit der EU-Kommission zu ziehen. Die Wettbewerbshüter hatten den Energieriesen im Verdacht, die Strompreise durch Ausnutzung seiner Marktmacht in die Höhe getrieben zu haben. Bei einer Verurteilung hätten dem Unternehmen Strafen in Milliardenhöhe gedroht.

Der Energiekonzern selbst erklärte, im Frühjahr mit dem Verkauf zu beginnen. Einem Sprecher zufolge liegen bereits Interessenbekundungen für das Netz vor. Für die Veräußerung hat Eon zwei Jahre Zeit, für die der Erzeugungskapazitäten zwölf Monate. Die Käufe müssen von der Kommission genehmigt werden. Analysten beziffern den Wert des Netzes auf über eine Milliarde Euro. Der australische Finanzinvestor Macquarie und der britische Netzbetreiber National Grid wollen sich das Netzangebot von Eon anschauen. Als mögliche Bieter waren in Finanzkreisen die britischen Beteiligungsfirmen 3i und Terra Firma genannt worden.

Bis sich der Wettbewerb tatsächlich bei den Strompreisen bemerkbar macht, dürfte es allerdings noch dauern. 2009 nämlich müssen die Deutschen noch einmal insgesamt eine Milliarde mehr für ihren Strom ausgeben als bisher, wie das Verbraucherportal Verivox gestern mitteilte. 354 Anbieter wollen zum Januar ihre Preise anheben, durchschnittlich sollen sie um 8,5 Prozent steigen. Ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden müsse dann durchschnittlich 74 Euro mehr für Strom ausgeben, so die Verbraucherschützer. Auch Eon will seine Preise ab Februar um bis zu neun Prozent anheben, RWE ab April um durchschnittlich 6,8 Prozent. Der Grund seien höhere Einkaufskosten, hieß es.

Quelle: RP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Fiat lockt Kunden mit Drei-Jahres-Tankgutschein

Nur ein Euro pro Liter

Fiat lockt Kunden mit Drei-Jahres-Tankgutschein

Der italienische Autobauer Fiat will mit einem besonderen Angebot Kunden anlocken. mehr 

Madrid: "Wir sind solvent und werden Krise meistern"

Schuldenkrise in Spanien

Madrid: "Wir sind solvent"

Spanien benötigt nach Auffassung der Madrider Regierung zur Abwendung eines Staatsbankrotts keine Rettungsaktion der EU. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Schuldenkrise in Spanien

Madrid: "Wir sind solvent"

Französisches Familienunternehmen

Europas größter Geflügelproduzent Doux ist pleite

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Wladimir Putin in Berlin zu einem mehrstündigen Gespräch empfangen.

Putins Antrittsbesuch in Berlin

Nur der Hauch einer Annäherung

Beim Antrittsbesuch von Russlands Präsident Wladimir Putin bei Angela Merkel in Berlin begrüßten sie sich im Kanzleramt mit Wangenkuss. Von F. Herrmann und G. Mayntz  mehr

 
Die Linke - Konferenz in Frankfurt

Parteitag am Wochenende in Göttingen

Personeller Showdown bei den Linken

Bei der Linken wird der Kampf ums Spitzenpersonal an diesem Wochenende entschieden – zumindest vorerst. Von Dana Schülbe  mehr

 
 
 

Menschenrechtsrat fordert Untersuchung

UN verurteilt Syrien wegen Hula-Massaker

 

Keine Lösung bis zum Herbst

SPD-Länder lehnen Steuerabkommen weiter ab

 

Debatte um marodes Atommüll-Lager

Altmaier will Lex Asse zur Atommüll-Bergung

 
Strom-Rechner

kWh
vergleichen