In den nächsten drei Monaten: Strompreise steigen um sieben Prozent
zuletzt aktualisiert: 30.07.2009 - 16:36Heidelberg/Berlin (RPO). Während die Gaspreise weiter sinken werden, steigen die Strompreise. In den nächsten drei Monaten werden 19 Stromanbieter ihre Preise erhöhen, teilt das unabhängige Verbraucherportal Verivox mit.
Durchschnittlich sollen die Strompreise um sieben Prozent steigen. Nach Angaben von Verivox haben bisher 19 Stromversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich sieben Prozent angekündigt. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden bedeute dies eine jährliche Mehrbelastung von 58 Euro. Gleichzeitig senkten vier Grundversorger die Preise um durchschnittlich fünf Prozent. Diese Preissenkung bedeute für den Musterhaushalt eine jährliche Entlastung von 41 Euro.
Sinkende Gaspreise
Die Gaspreise werden dagegen nach Angaben des Verbraucherportals toptarif.de und Verivox weiter sinken. Verivox zufolge haben zum 1. August, 1. September und 1. Oktober derzeit 84 Gasversorger Preissenkungen von durchschnittlich zehn Prozent angekündigt. Die angekündigten Preisänderungen würden einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden um 134 Euro entlasten, wenn der Preis für das ganze Jahr gelten würde, so Verivox.
Toptarif zufolge planen 55 regionale Versorger ihre Preise im August und September um durchschnittlich 9,8 Prozent zu reduzieren. Damit würde der aktuelle Gaspreis unter Berücksichtigung der geplanten Senkungen um 17,4 Prozent niedriger als zum Jahresende 2008 liegen.
Zu den Versorgern, die die Preise reduzieren, zählten unter anderen RWE, EnBW, EWE und die Berliner Gasag. Bereits am ersten Juli dieses Jahres hätten rund 250 Unternehmen ihre Tarife um durchschnittlich 9,6 Prozent gesenkt.
Wie das Portal weiter mitteilte, planen 50 weitere Firmen zum Heizperiodenbeginn im Oktober Tarifsenkungen. Jedoch stünden dem Verbraucher ab dem Jahreswechsel erneut steigende Gaspreise bevor. Grund hierfür sei der zuletzt stark gestiegene Ölpreis. Dieser werde zwischen Januar und Februar erneut zu flächendeckenden Preiserhöhungen bei Gas um fünf Prozent führen.
Verbrauchern rät Thomas Bohg von toptarif daher, auf längerfristige Preisgarantien der Anbieter zurückzugreifen. Ein Versorgerwechsel könne "auf Grund des harten Wettbewerbs am Gasmarkt bis zu 400 Euro zusätzlich im Jahr sparen".
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