Kfz-Versicherer und Mechaniker initiieren Werkstattketten: Tage der kleinen Autowerkstätten gezählt
zuletzt aktualisiert: 29.04.2004 - 12:36Hamburg (rpo). Immer mehr kleine Autoverkstätte und Tankstellen mit Kfz-Mechanikern schließen, hat eine Studie ergeben. Vor allem auf Drängen der Autoversicherer schließen sich die Autowerktätten zu regionalen oder sogar bundesweiten Netzen zusammen.
Bei vielen sei es auch aus Eigeninitiative, berichtete die Unternehmensberatung Mummert Consulting am Donnerstag in Hamburg. Laut der Studie "Branchenkompass Spezial- Kfz-Versicherungen", die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Mummert und dem FAZ-Institiut erstellte, dürfte bis 2010 jede fünfte Werkstatt schließen. Ziel der Netzwerke sei, die Kosten zu senken und das Auftragsvolumen zu steigern.
Zahlreiche Versicherungen folgen demnach dem Beispiel der HUK Coburg, die schon seit längerem mit einem Netzwerk von freien Werkstätten zusammenarbeitet, und treiben den Zusammeschluss von Werkstattketten voran. Fast jeder zweite Anbieter von Kfz-Versicherungen spiele mit dem Gedanken, ein eigenes Netz aufzubauen, ergab die Forsa-Umfrage. Von den Marktführern der Branche plane dies sogar die überwältigende Mehrheit schon für die kommenden drei Jahre. Zwei Drittel aller Anbieter erwarteten sich Vorteile davon, auf einen solchen Verbund zurückzugreifen. Parallel dazu planen die Versicherer demnach, zunehmend Kaskoversicherungen anzubieten, die an die Nutzung solcher Werkstattketten gebunden sind.
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