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Nach Todesfällen und Rückrufaktion
Japanischer Airbag-Hersteller Takata meldet Insolvenz an

Takata meldet Insolvenz an: Airbag-Hersteller aus Japan reicht Antrag ein
Die Aufnahme zeigt das Logo des japanischen Autoteileherstellers in der Stadt Aisho in der zentraljapanischen Präfektur Shiga vor wenigen Tagen. FOTO: afp
Tokio. Nach mehreren Skandalen um fehlerhafte Airbags hat der angeschlagene japanische Airbag-Hersteller Takata in Tokio und in den USA Insolvenz angemeldet. Takata reichte den Antrag wie erwartet am Montag vor Gericht in Tokio ein, wie der Konzern mitteilte.

Ein Großteil der Firma würde vom chinesisch kontrollierten US-Konkurrenten Key Safety Systems mit Sitz in Detroit gekauft, teilte Takata am Montagmorgen mit. Sie erzielten eine Grundsatzvereinbarung über den Verkauf von Takata zu einem Preis von rund 175 Milliarden Yen (1,4 Milliarden Euro).

Keine Konsequenzen für Europa

Neben dem Mutterkonzern in Tokio wird auch die US-Tochter TK Holdings in die Insolvenz geschickt. In Europa ist dagegen nicht geplant, Insolvenzverfahren einzuleiten.

Ein Mann läuft vor dem Gericht in Tokio vorbei, wo Takata nach Skandalen um mangelhafte Airbags am Montagmorgen Insolvenz anmeldete. FOTO: ap, KS

Mehrere Rechtsstreite um fehlerhafte Airbags und die Kosten von Rückruf-Aktionen hatten das japanische Unternehmen finanziell überwältigt. Die Insolvenz kam nicht überraschend.

Dutzende Tote und Verletzte

Die Airbags des japanischen Zulieferers können unter Umständen bei einem Unfall zu stark auslösen und damit Fahrer und Mitfahrer gefährden. Die Mängel werden für mindestens 16 Todesfälle und 180 Verletzte weltweit verantwortlich gemacht.

Die defekten Airbags führten zur größten Rückrufaktion in der amerikanischen Geschichte.
Im Zuge eines Rechtsstreits einigte sich Takata im Mai mit US-Autobauern auf eine außergerichtliche Entschädigung an Kunden.

(sbl/ap/dpa)
 
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