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Tarifrunde
IG Metall NRW beschließt Warnstreiks im neuen Jahr

Bochum. In der Metall-Tarifrunde NRW stehen die Zeichen auf Konfrontation. Das Angebot der Arbeitgeber für die landesweit 700.000 Beschäftigten der Branche lehnt die IG Metall strikt ab. Das neue Jahr beginnt auch in NRW - wie in Baden-Württemberg - mit Warnstreiks.

Im Tarifstreit für die rund 700.000 Metall-Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen gibt es im neuen Jahr Warnstreiks. Das beschloss die Tarifkommission der IG Metall am Freitag in Bochum. Am Vortag hatten die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde zwei Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung angeboten. Die IG Metall fordert sechs Prozent und individuelle Regelungen zur Verkürzung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich.

Die Warnstreiks sollen im Tarifbezirk NRW am 8. Januar beginnen. Die dritte Verhandlungsrunde ist hier für den 18. Januar 2018 in Neuss vorgesehen. Warnstreiks in der zweiten Januarwoche sind von der IG Metall ebenfalls im Tarifbezirk Baden-Württemberg geplant.

Arbeitszeit zentrales Thema

In den Verhandlungen spielt bundesweit das Thema Arbeitszeit eine große Rolle: Die Gewerkschaft will erreichen, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit ohne Lohnausgleich auf bis zu 28 Stunden für zwei Jahre mit Rückkehrrecht zur Vollzeit verkürzen können. Die Menschen wünschten sich für ihre Arbeitszeit mehr Selbstbestimmung, argumentieren sie.

Die Metall-Arbeitgeber NRW hatten ihr Angebot als "spürbaren Reallohn-Zuwachs für unsere Mitarbeiter" gelobt. Voraussetzung für die Einkommensverbesserungen seien allerdings tarifvertragliche Regelungen für eine "bedarfsgerechte und bezahlte Ausweitung des Arbeitsvolumens", betonten die Metall-Arbeitgeber NRW. In die Richtung "Mehr Lohn für weniger Arbeit" werde man nicht mitgehen.

Die IG Metall bezeichnete das Paket als "enorme Belastung für die kommenden Verhandlungen". Es inakzeptabel, "dieses Angebot auch noch mit einer Gegenforderung zu verbinden, die praktisch eine Aufhebung der 35-Stunden-Woche und die Abschaffung von Schichtzuschlägen bedeuten würde." Das könne schnell zum Minusgeschäft für Beschäftigte werden, hieß es nach der zweiten Runde in Wuppertal. Jetzt könne es nur eine Antwort geben: Warnstreiks, sagte ein IG Metall-Sprecher.

(lnw)
 
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